Automatisierung

Horst – der erschwingliche Industrieroboter

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Förderung durch das Exist-Gründerstipendium

Das Konzept für Entwicklung, Produktion und Vertrieb des Roboters hat die Gutachter des Förderprogramms Exist des BMWi überzeugt. Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres haben nun Absolventen der HTWG die Zusage für eine solche Förderung erhalten. „Uns freut es sehr, dass wir uns zunehmend als Hochschule positionieren können, an der Gründergeist herrscht“, sagt HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz. Ein Teil der Gründerförderung der Hochschule ist die umfangreiche Beratung bei der Exist-Antragsstellung. Berater Ulrich Hutschek hat den Vätern von Horst Stärken und Schwächen ihres Konzepts aufgezeigt. „Das war uns eine große Hilfe“, betont Tobias Kuentzle. Nun erhalten die angehenden Gründer für zwölf Monate eine Stipendiatenvergütung, die ihnen den Lebensunterhalt sichert. Dazu kommt ein Budget für Sachausgaben und wertvolle Coachings. „Exist ist noch keine Gründerunterstützung, sondern bietet vielmehr die finanzielle Grundlage, um die Gründung vorzubereiten“, stellt Ulrich Hutschek klar.

“Wir freuen uns riesig über die Exist-Zusage. Das ist für uns die Bestätigung, dass unsere Entwicklung in die richtige Richtung geht“, sagt Jens Riegger. Denn schon in naher Zukunft, so Tobias Kuentzle, werde ein hoher Automatisierungsgrad auch bei produzierenden KMU unerlässlich sein, um weiterhin konkurrenzfähig und gewinnbringend arbeiten zu können. Dazu gehört unter anderem: Roboter kommunizieren miteinander und arbeiten zusammen. Dazu ist Horst in der Lage. Und: Dank des niedrigeren Preises könnten sich KMUler gleich mehrere der Roboter leisten.

Die Exist-Förderung erlaubt dem Team, noch intensiv an der Weiterentwicklung von Horst zu arbeiten. Im Oktober möchten sie den Schulungsroboter bei der Messe Mo-Tek in Stuttgart vorstellen. Im Sommer 2017 dann soll der doppelt so große Industrieroboter in die Produktion gehen können. Entwicklungs- und Produktionsstätte ist übrigens das Technologiezentrum Konstanz (TZK). Hier haben die Gründer die Möglichkeit, günstig Räume zu mieten und die Infrastruktur von der Teeküche bis zur Werkstatt zu nutzen. „Wir profitieren hier sehr vom Netzwerk im Haus. Die Erfahrungen, die andere Start-ups schon gemacht haben, sind für uns sehr bereichernd“, sagt Tobias Kuentzle. „Die enge Kooperation und der vertrauensvolle Austausch mit dem TZK ist für unsere Positionierung als innovationsfördernde Hochschule sehr wertvoll. Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, damit Startups in Konstanz der erfolgreiche Markteinstieg ermöglicht wird“, sagt Präsident Prof. Dr. Carsten Manz

Horst live: Aktionstag an der HTWG

Horst stellt sich übrigens neben vielen anderen Stationen beim Aktionstag „Digitalisierung – die virtuelle Welt zum Anfassen“ am 18. Juni an der HTWG vor. Das Programm läuft von 11 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei.

Diesen Artikel haben wir von unseren Kollegen des Maschinenmarkts übernommen.

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