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Während der Platzierungsphase wird versucht ausreichend Platz für die Verbindungsleitungen zu reservieren. Ursprünglich erfolgte dies durch den Einsatz konventioneller Router, Sperrflächen (Route Voids), Eingrenzungen (Fences) und einer Reihe manueller Verfahren. Leider wird bei diesem Prozess der Erfolg oder Misserfolg erst offensichtlich, wenn es zu spät ist. Mit dem neuen abstrakten Datenmodell lässt sich dieser Prozess durch die nun mögliche visuelle/räumliche Darstellung des freien Bereiches mittels der größeren Bundle-Strukturen beschleunigen. Hierzu müssen die Bundles aber in Flow-Lines, Durchkontaktierungen und anderes mehr umgewandelt werden. Diese Arbeitsschritte unterstützt die Software, um einen X-, Y- und Z-Pfad für jedes Bundle im Design zu definieren.
Im Zuge des umfassenden Flow-Plans können den Objekten Eigenschaften zugewiesen werden, um den Routing-Prozess zu beschleunigen und um die Art und Weise zu beeinflussen, in der die Routing-Engine die Daten oder andere festgelegte Definitionen betrachtet.
Die Platzierung und der Ablaufplan sind wichtige Schritte des gesamten Design-Prozesses und deswegen auch entscheidende Bestandteile der Designabsicht des Entwicklers. Diese neue Bundle/Flow/Route-Methodik beinhaltet daher auch Möglichkeiten für ein Return-Path-Management sowie eine Untersuchung im Hinblick auf eine mögliche Reduzierung der Layer-Anzahl oder von Was-wäre-wenn-Alternativen.
Auf diese Weise kann der Anwender seine Absichten im Flow-Plan festlegen, das Routing des Designs durchführen und der Routing-Engine alle Details des Routings überlassen, ohne sich gleichzeitig um das Lösen des räumlichen Problems kümmern zu müssen. Die Datenabstraktion und die Flow-Planung liefern damit eine mögliche Lösung. Die Routing-Engine validiert jetzt das vorgeschlagene Ergebnis. Dies bedeutet, dass die Routing-Engine mit Hilfe des gesamten Inputs (Bundle/Flow) das Routing so gut wie möglich entsprechend der Vorgaben durchführt.
Hierbei unbedingt zu beachten ist, dass auch ungenutzte Logik Platz im Design benötigt und sich negativ auf den Flow-Plan auswirken kann. All dies muss die Routing-Engine einbeziehen und ermitteln, ob das Design eventuell Gebiete mit zu hoher Leitungsdichte aufweist. Solche visualisiert die Software dann anhand von Markierungen im Design oder mittels eines Routing-Statusdialogs. Sobald klar ist, dass das Routing des Designs problemlos möglich ist, kann mit Hilfe der Routing-Engine der Plan für die Verbindungen in der Cadence-Allegro-PCB-Datenbank gespeichert werden. Durch den hier beschriebenen Ansatz des Global Route Environment können Entwickler das Routen von komplexen PCB-Verbindungen automatisieren und strategisch planen.
FlowCAD
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*Gregory M. Horlick ist Leiter der Entwicklung bei Cadence Design Systems in Boston und Rolf Nick Applikationsingenieur bei FlowCAD in Feldkirchen.
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