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Presszangen optimieren den Crimp-Prozess
Durch die gezielte Entwicklung, Prüfung und Ausformung des Crimp-Profils werden Bruchdehnung und Flügelbildung an den Ecken der Crimp-Zone vermieden. Mit den Presszangen Crimpfox TC 4 und Crimpfox TC 10 erfolgt eine minimale Längung des Kontaktes – im Hinblick auf die Vorgaben nach DIN EN 60352-2. Ausgestattet mit einer Kontaktaufnahme optimieren diese Presszangen das Zusammenspiel zwischen Leiterquerschnitt, Crimp-Profil und Positionierung des Kontaktes. Für den Anwender vereinfacht sich der Crimp-Prozess sowie das anschließende Einstecken in den Kontaktträger (Bilder 2 und 3).
Das Vierdornprofil presst vier Crimp-Stempel gleichmäßig in den Kontakt, und das Leiter- und Kontaktmaterial wird dabei gleichmäßig verdrängt. Dabei ist der Verpressungsgrad besonders hoch. Die Crimp-Stempel bewirken am Ende des Crimp-Vorgangs ein kreisrundes Profil mit einer geringen Längung der Crimp-Zone. Die Kontaktierung zwischen dem Leiter- und Kontaktmaterial dringt durch die Vierfach-Verpressung tiefer ein und erreicht durch das Aufbrechen der Oxidationsschichten des Kupferleiters eine deutlich höhere Querleitfähigkeit.
Höhere Auszugkräfte, geringerer Widerstand und eine deutlich geringere Längung des Kontaktes nach dem Crimp-Vorgang sprechen für das Vierdornprofil. Durch die gezielte Entwicklung und Prüfung der Crimp-Stempel wird nicht nur die Bruchdehnung, sondern auch ein Verbiegen des Kontaktes vermieden. Die Herausforderung liegt darin, ein Fließen des Kontaktmaterials zuzulassen, aber ein Ausfedern nach dem Pressvorgang zu vermeiden.
Entsprechende Herstellervorgaben zur Tiefeneinstellung der Presszange müssen dabei beachtet werden. Mit den äußerst geringen Handkräften der Presszange Crimpfox TC MP werden die Vorgaben nach DIN EN 60352-2 gut erreicht. Ausgestattet ist die Presszange mit einer drehbaren Kontaktaufnahme und einer variablen Verstellmöglichkeit der Crimp-Tiefe (Bild 1 rechts)
Gerade bei gedrehten Kontakten ist die Crimp-Zone von entscheidender Bedeutung – hier kommt es darauf an, den Kontakt im Gesenk der Crimp-Zange richtig zu positionieren und an der dafür vorgesehenen Stelle zu crimpen.
Inwieweit das gelingt, hängt auch vom Wissen und Geschick des Anwenders ab. Eine Kontaktaufnahme unterstützt den Anwender beim Einlegen und positioniert den Kontakt. Die Kontaktaufnahme verkürzt den Arbeitsprozess und sorgt für eine reproduzierbare Crimp-Verbindung – unabhängig vom Geschick des Anwenders.
Sicher positionieren und crimpen
Ob Vierkant- oder Vierdornprofil – eine fachgerechte Crimpung lässt sich mit beiden Formen erreichen. Letztlich zählt die Herstellervorgabe für eine normgerechte Crimpung sowie der eigene Qualitätsanspruch. Phoenix Contact hat das Know-how über die gesamte Prozesskette – vom Steckverbinder über den Kontakteinsatz und Crimp-Kontakt bis hin zum Werkzeug. Alle Komponenten werden hinsichtlich Materialauswahl, Oberflächenbeschaffenheit, Dimensionierung und Crimp-Profil aufeinander abgestimmt. Der Crimp-Prozess zu einem jeweils gültigen Standard lässt sich am sichersten mit einem Systemanbieter realisieren, der beides liefert – den Kontakt und das Werkzeug zur Verarbeitung.
* Mario Trost arbeitet im Produktmarketing „Marking and Installation“ bei Phoenix Contact in Blomberg.
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