Heimspeicher machen Photovoltaik-Anlagen wirtschaftlich

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Sicherheit muss oberste Priorität haben

Um die Sicherheit des Speichers zu jeder Zeit zu gewährleisten, ist es wichtig, die Temperatur jeder einzelnen Zelle zu kennen. Denn kommt es in einem Batteriemodul zu einer erhöhten Wärmeentwicklung, muss dieses sofort abgeschaltet werden, um Schlimmeres zu verhindern. „Im Speichersystem MyReserve von Solarwatt können voneinander unabhängige Mechanismen zu jeder Zeit das sichere Abschalten des Systems gewährleisten“, erklärt Dr. Wollersheim.

Doch ebenso wichtig wie das sichere Abschalten im Gefahrenfall ist eine Überprüfung des Systems bevor es überhaupt Energie aufnehmen oder abgeben kann. Ein Pre-Operation-Check überprüft beispielsweise die Funktionalität des gesamten Systems bevor überhaupt Strom fließt. Für Physiker Dr. Wollersheim muss die Sicherheit in jeder Entwicklungsphase eines Speichersystems an erster Stelle stehen: „Ein hohes Sicherheitsbewusstsein ist bereits bei der Produktentwicklung elementar, damit alle Systemkomponenten und alle Funktionalitäten höchsten Sicherheitsstandards genügen“, ergänzt er.

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Reaktionsgeschwindigkeit wichtiger als Zyklenzahl

Auch was den Wirkungsgrad und die Reaktionsgeschwindigkeit betrifft, unterscheiden sich die angebotenen Heimspeicher teilweise gravierend. Der Wirkungsgrad gibt dabei an, wie viel des in der Batterie gespeicherten Stroms auch tatsächlich wieder zur Verfügung steht. Dies ist für die Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Maßzahl. Auch die Geschwindigkeit der Speicher-Prozessoren spielt für die Effizienz eine wichtige Rolle.

„Wie schnell ein Stromspeicher auf eine geänderte Stromanforderung reagiert, beeinflusst maßgeblich den Eigenverbrauch. Sollte das Batterie-Management-System zu langsam reagieren, können große Mengen an Solarstrom schlichtweg verloren gehen“, so Detlef Neuhaus. Diese Fakten seien in der Öffentlichkeit kaum bekannt. In der öffentlichen Diskussion rund um Heimspeicher ginge es zu häufig um die Zyklenzahl der Batteriespeicher; eine Angabe die aber nur wenig Aussagekraft für die tatsächliche Effizienz des Speichers habe.

Höhere Wirtschaftlichkeit treibt den PV-Markt

Der deutsche Solar-Markt stagnierte in den vergangenen Jahren ein wenig – dies soll sich auch dank wirtschaftlicher Batteriespeicher jetzt ändern. In den kommenden Jahren wird der PV-Ausbau wieder deutlich anziehen – da sind sich die Experten einig. „Verbesserte Förderkonditionen, geringere Abgaben und eine höhere Investitionssicherheit dürften den Inlandsmarkt für Solarstromanlagen und Batteriespeicher beleben“, meint Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft.

Auch bei Solarwatt ist man überzeugt, dass der Solarmarkt insgesamt wieder wachsen wird. „Die Nachfrage in unserem Kernsegment, den Anlagen bis 10 kWp, ist sehr stabil“, so Detlef Neuhaus. „Der Markt wird aber in den kommenden Jahren über alle Anlagengrößen wieder deutlich anziehen, denn die Technologie ist ausgereift und wirtschaftlich.“ Dem nächsten Solar-Boom steht somit nichts mehr im Wege.

* Jens Secker ist freier Journalist aus Mainz und betreut bei der BrunoMedia GmbH den Fachbereich Erneuerbare Energien.

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