Laser-Navigation Gyroskop schrumpft auf die Größe eines Stecknadelkopfes

Redakteur: Peter Koller

Israelische Forscher haben ein optisches Gyroskop entwickelt, das nur noch die Größe eines Stecknadel-Kopfes hat und - integriert in Smartphones - Navigationssysteme ohne Satelliten-Verbindung ermöglichen soll.

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Kurskreisel wie dieser verrichten in Flugzeugen und Schiffen ihren Dienst. Israelische Forscher haben solch ein System nun auf die Größe eines Stecknadelkopfes geschrumpft. (Bild: Wikimedia/Hannes Grobe)
Kurskreisel wie dieser verrichten in Flugzeugen und Schiffen ihren Dienst. Israelische Forscher haben solch ein System nun auf die Größe eines Stecknadelkopfes geschrumpft. (Bild: Wikimedia/Hannes Grobe)

Zentrales Element der Nano-Gyroskope, über die das Wissenschafts-Journal Physorg berichtet, sind miniaturisierte Halbleiter-Laser. Werden sie in Rotation versetzt, verändern sich die Intensität und die Wellenlänge des Lichts. Durch die Auswertung dieser Veränderungen wird die Bewegung des Gyroskops erfasst.

Das von Professor Koby Scheuer an der Universität von Tel Aviv entwickelte System hat eine Größe von einem mal einem Millimeter und lässt sich leicht auf einem Chip mit der notwendigen Auswertungselektronik kombinieren, die Laser selbst messen sogar nur wenige Zehntelmillimeter.

Anwendung könnten die Nano-Gyroskope zum Beispiel in Navigationssystemen finden, die weitestgehend unabhängig von Satellitensystemen wie GPS sind. Deren Schwachstelle: Innerhalb von Gebäuden ist häufig kein Satellitenempfang möglich.

Auch in der Medizintechnik gibt es Einsatzmöglichkeiten, etwa in kleinen Kapseln mit Diagnosesystemen, die Dank der Nano-Kreisel ihren Weg durch den Körper steuern könnten.

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