Wärmemanagement

Grundlagen der Schaltschrank-Klimatisierung, Teil 2

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Laut Kosten-Analyse (Total Cost of Ownership) für ein Schaltschrank-Kühlgerät machen nämlich – bei einem Betrachtungszeitraum von fünf Jahren – allein die Energie- und Wartungskosten etwa 60% der Gesamtkosten aus. Eine Nano-Oberflächenbeschichtung des Verflüssigers im Außenkreislauf hat sich hier als optimale Lösung herausgestellt, um diese Kosten für Wartung und Energie weiter zu senken. Sie reduziert die Ablagerung von Industrieschmutz auf den Lamellen, was die Reinigung der Wärmetauscher erleichtert und die Wartungsintervalle verlängert. Eine gleichbleibend hohe Wärmeleitfähigkeit erhöht darüber hinaus die Betriebssicherheit.

Bedarfsgerechte Lüftersteuerung bei Kühlgeräten

Neue Entwicklungen zeigen, dass auch kleine energieeffiziente Maßnahmen zu überdurchschnittlichen Einsparungen führen und die Umsetzung nicht mit großen Investitionen verbunden sein muss.

Ein typisches Beispiel ist die Eco-Mode-Regelung für Schaltschrank-Kühlgeräte der Serie „Blue e“. Normalerweise laufen Verdampferventilatoren (Innenlüfter) nach dem Einschalten der Stromversorgung permanent und wälzen damit die Schrankinnenluft kontinuierlich um. Auch dann, wenn die Kompressorkühlung zeitweise temperaturbedingt nicht im Betrieb ist.

Die Eco-Mode-Steuerung schaltet den Lüfter bedarfsgerecht in Abhängigkeit von der Temperatur im Schaltschrank aus bzw. an. Liegt die Innentemperatur um 10°C unter der eingestellten Temperatur, schaltet der Lüfter ab. Um die effektive Schaltschrank-Innentemperatur zu messen, wird der Lüfter alle 10 min für 30 s eingeschaltet und sorgt so für eine Zirkulation der Luft im Schaltschrank.

Elektrische Verdunstung verhindert Unfallrisiko

Aus der Automobilindustrie stammt die Anforderung, Unfallgefahr durch Pfützenbildung zu vermeiden, ohne jedoch aufwändige Kondensat-Ablaufleitungen zu verlegen. Dazu wurden Kühlgeräte mit integrierter elektrischer Kondensatverdunstung entwickelt. Im Detail handelt es sich um eine effiziente PTC-Heizpatrone mit automatischer Anpassung der Heizleistung je nach Kondensatanfall. Pro Stunde können rund 120 ml Kondensat verdampft werden.

Dadurch ist eine vollständige Abführung des Kondensats sichergestellt. Und bei erhöhtem Kondensatanfall wird das Kondensat über einen Sicherheitsüberlauf aus dem Schaltschrank abgeleitet.

* Ralf Schneider ist Leiter Business Development Climatisation bei Rittal in Herborn.

* Hans-Robert Koch ist Leiter Fachpresse bei Rittal in Herborn.

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