Nanyang Technological University Graphen-Bildsensor braucht nur wenig Licht

Peter Koller

Anbieter zum Thema

Einem in Singapur entwickelten Bildsensor auf Basis von Graphen genügt ein Bruchteil des Lichts herkömmlicher CMOS-Sensoren, um Bilder zu erzeugen.

Assistant Professor Wang Quijie mit seinem Graphen-basierten Bildsensor(NTU)
Assistant Professor Wang Quijie mit seinem Graphen-basierten Bildsensor
(NTU)

Dass Graphen – eine nur eine Atomlage dicke, wabenförmig angeordnete Schicht von Kohlenstoff-Atomen – Photonen in Elektronen umwandelt und somit als Bildsensor taugt, ist bereits länger bekannt. Allerdings war deren Lichtempfindlichkeit bislang eher bescheiden. Das soll sich nun geändert haben.

7 Kameras, die komplett aus dem Rahmen fallen

Durch eine spezielle Nanostrukturierung des Graphens auf einem SiO2/Si-Substrat ist es dem Wissenschaftler Wang Quijie der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur gelungen, die von den Photonen generierten Elektronen für eine gewisse Zeit in den Graphen-Strukturen "einzusperren".

Auf diese Weise soll die Lichtempfindlichkeit des Detektors nun etwa um den Faktor 1000 höher liegen als etwa bei den bisher produzierten Graphen-Bildsensoren. Über ihre Forschung berichten Wang Quijie und seine Kollegen in einem Artikel für Nature Communications.

Laut den Angaben der Forscher soll ihr Graphen-basierter Sensor nicht nur sehr lichtempfindlich sein, sondern auch nur ein Zehntel der Energie verbrauchen und ein breites Spektrum aufnehmen, das von sichtbarem Licht bis in den mittleren Infrarotbereich reicht. Damit würde sich der Detektor zum Beispiel auch für Anwendung wie Thermo- oder Satellitenkameras eignen.

Die Entwicklung des Sensors nahm laut NTU rund zwei Jahre in Anspruch. Ein Patent auf den Sensor, der sich mit herkömmlichen CMOS-Fertigungsverfahren herstellen lassen soll, wurde von Wang Quijie angemeldet.

(ID:39866440)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung