Zuverlässige Diagnosen Gesundheitsdaten schnell und unkompliziert erheben

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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80 Partner unter Federführung der Fraunhofer-Institute IWU und IZI haben sich in einem Bündnis zusammengeschlossen. Ziel ist es, medizinische Daten einfach und zuverlässig auszuwerten. Ein erstes Projekt kann Biomarker im Blut nachweisen.

Anwendungsbeispiel Laktat-Messung für die Point-of-Care Leistungsdiagnostik im Sport.(Bild:  Senslab/EKF Diagnostics)
Anwendungsbeispiel Laktat-Messung für die Point-of-Care Leistungsdiagnostik im Sport.
(Bild: Senslab/EKF Diagnostics)

Einfach, kostengünstig und zuverlässig Messdaten zum Gesundheitszustand vor Ort beim Patienten ermitteln und auswerten zu können, bringt in vielen Situationen einen entscheidenden Zeitgewinn: Das WIR! Bündnis DIANA hat in der Region zwischen Leipzig und Chemnitz ein Netzwerk zur Entwicklung und Fertigung von Point-of-Care-Diagnostik (POCT) aufgebaut.

DIANA steht für DIAgnostik und NAchhaltigkeit und vereint derzeit rund 80 Partner, darunter mittelständische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Unterstützer aus Bildung und Gesellschaft. Federführend sind die Fraunhofer-Institute IWU und IZI sowie SensLab.

Beispiel Blutdiagnostik: Nachweis von Biomarkern

Biomarker sind Substanzen im menschlichen Körper, die frühzeitig Hinweise auf mögliche Gesundheitsprobleme geben können. Zwei dieser Biomarker sind CRP und Laktat. CRP ist ein von der Leber produziertes Protein, das ansteigt, wenn der Körper eine Entzündung bekämpft. Ein hoher CRP-Wert im Blut kann auf eine Infektion oder Entzündung hinweisen und ist daher ein wichtiger Indikator.

Laktat ist ein Salz der Milchsäure, das bei körperlicher Anstrengung oder Sauerstoffmangel vermehrt gebildet wird. Ein erhöhter Laktatwert im Blut kann auf eine Überanstrengung beim Sport oder sogar auf einen medizinischen Notfall hinweisen.

Plasma aus Vollblut gewinnen

Das Projekt PlasmaSepPOC beschäftigt sich mit der Abtrennung von Blutplasma aus Vollblutproben zur Detektion von Biomarkern, die sich im Blutplasma gut nachweisen lassen. Heutige Methoden zur Gewinnung von Plasma aus Vollblut sind jedoch oft zeitaufwändig, teuer und nicht für die Massenproduktion in Point-of-Care-Systemen (POC) geeignet. PlasmaSepPOC bündelt Kompetenzen der Disziplinen Mikrofluidik, Materialtechnologie und Diagnosetechnik für eine zukünftige POC-Anwendung.

Das SensLab-Team entwickelt ein auf Kapillarkraft basierendes Verfahren, um beispielsweise CRP im Blut nachzuweisen. Mit dieser Methode können kleinste Mengen einer bestimmten Substanz in einer Probe gemessen werden. Die Spezialisten des Fraunhofer IZI konzentrieren sich auf das Design der mikrofluidischen Chips.

Diese Chips sind winzige, speziell konstruierte Bauteile, die das Blut aufbereiten und die Plasmaseparation optimal durchführen. Das Fraunhofer IWU evaluiert im Projekt verschiedene Fertigungstechnologien, die für die Herstellung sehr feiner Filterstrukturen von wenigen Mikrometern Größe in Frage kommen. (heh)

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