Wireless-Technologies-Kongress 2010 Funkmodule und Zulassung – was bei integrierten Wireless-Komponenten zu beachten ist
Medizintechnik, Automation und Gebäudetechnik sind drei der zahlreichen Themenblöcke im Bochumer Wireless-Kongress. Vermittelt wird sowohl Grundlagenwissen als auch Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung.
Anbieter zum Thema
„Die Einführung einer neuen Technologie ist immer ein spannendes Thema“, konstatiert Dr.-Ing. Andreas Vedral, Mitglied im Kongresskomitee des 12. Wireless-Technologies-Kongress 2010, „doch nach der anfänglichen Euphoriephase folgt der Zeitraum der Ernüchterung, bis schließlich die Neuentwicklungen (hoffentlich) nachhaltige Marktdurchdringung erfahren. Genauso verhält es sich aktuell mit den Wireless-Technologien.“
Mehr und mehr ist erkennbar, dass ihr Reifegrad zugenommen hat, betont Vedral, besonders sei dieser Trend in der Standardisierung von Wireless-Technologien im Bereich der Industrieautomation zu erkennen. Vedral: „Auf Basis von WirelessHART und WISA spezifiziert aktuell die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. die Sensor-Aktor-nahe Funkkommunikation in den Anwendungsbereichen Prozess- und Fertigungsautomation. Sogar die Übertragung von sicheren Protokollen nach der Norm IEC61508 mittels WLAN und Bluetooth ist möglich.“
Energie aus der Umwelt gewinnen
Auch im Bereich der Gebäudeautomation schreitet die Durchdringung durch Wireless-Technologien immer stärker voran. Dazu Vedral: An dieser Stelle ist besonders EnOcean hervorzuheben, da im Rahmen dieser Technologieentwicklung auch Konzepten zur Gewinnung von Energie aus der Umwelt (Energy Harvesting) hinreichende Aufmerksam entgegengebracht wurde.
So war es frühzeitig möglich, vollständig wartungsfreie Funksysteme marktgerecht zu entwickeln. Aus diesen Erfahrungen heraus ist deutlich geworden, dass die Themen Wireless sowie Energy Harvesting und Low Power in vielen Anwendungsbereichen stark verknüpft sind. Der Markterfolg von Funktechnologien hängt somit häufig von der Verfügbarkeit praxistauglicher Energy-Harvesting- und Low-Power-Konzepten ab.“
Trends und Erfahrungsaustausch
Einen umfassenden Überblick über den Stand der Technik und der Wissenschaft bietet der zweitägige Wireless-Technologies-Kongress 2010, am 22. und 23. September in Bochum, mit seinen Fachbeiträgen und Workshops. Anhand von Beispielen wird gezeigt, welche Anwendungen bereits heute möglich sind und an welchen Entwicklungs- und Forschungsfelder aktuell gearbeitet wird.
Rund 200 Kongressteilnehmer und Besucher hatten die Veranstaltung, die im jährlichen Wechsel mit Bochum 2009 in Stuttgart stattfand, besucht. Auf der begleitenden Fachausstellung zeigten 16 Aussteller ihre Möglichkeiten einer kabelfreien Technik. Im Fokus standen aktuelle Branchentrends und vor allem der Informationsaustausch von Anwendern und Anbietern.
Auf der diesjährigen Veranstaltung gibt es erstmals Exhibitor-Seminare. Hersteller führen ihre Produkte und Dienstleistungen gezielt vor und informieren, wie diese die individuellen Aufgaben der Besucher und Kongressteilnehmer lösen können. Der Eintritt zur Austellung, den Keynotes und Exhibitor-Seminaren ist kostenlos.
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