Kühlung

Für jede Anwendung den passenden Lüfter

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Radiallüfter bei hohem Druck und geringem Volumenstrom

Wird ein hoher Druck bei geringerem Volumenstrom gefordert, sind die Radiallüfter von ebm Papst eine Hochdruck-Alternative zu den Axiallüftern. Die Radialventilatoren übertragen aufgrund ihrer Bauform mehr Energie auf die Luftmoleküle. Der höhere Druck entsteht dabei konstruktionsbedingt: Die Strömung verlässt beim Radialventilator das Laufrad immer am äußeren Umfang, hat also dank der dort größeren Umfangsgeschwindigkeiten ein höheres Druckniveau.

Die niedrigsten Geräuschwerte erreicht diese Bauform bei relativ kleinen Volumenströmen. Für viele Anwendungen bieten radiale Ventilatoren zusätzlich einen konstruktiven Vorteil: Sie verändern die Strömungsrichtung um 90 Grad. Behindern Bauteile, Filter usw. den freien Luftstrom, schafft diese Variante Abhilfe.

Saugender oder blasender Lüfterbetrieb

Neben der Auswahl des optimalen Lüfters ist auch die Einbaurichtung wichtig. Sie bestimmt, ob der Lüfter im saugenden oder blasenden Betrieb arbeitet. Im blasenden Betrieb lassen sich besonders heiße Punkte gezielt mit kühler Luft versorgen (Hot-Spot-Kühlung). Zudem ermöglicht die hochturbulente Luftströmung am zu kühlenden Objekt einen sehr guten Wärmeübergang.

Auch für den Lüfter selbst bringt diese Methode Vorteile: Durch das Ansaugen kühler Umgebungsluft wird der Lüftermotor thermisch weniger belastet, die Lebensdauer erhöht.

Beim saugenden Betrieb hingegen wird die Luft vor Passieren des Lüfters über die zu kühlenden Bauteile geführt. Der große Vorteil des saugenden Betriebs ist die gleichmäßige Geschwindigkeitsverteilung der Kühlluft über das zu kühlende Bauteil hinweg.

Lüfteraggregate für mehr Leistung

Bringt ein Lüfter allein nicht die benötigte Leistung, ist es nahe liegend, mehrere Lüfter seriell oder parallel zu schalten. Doch 1 + 1 ergibt nicht unbedingt 2. Die Förderströme der einzelnen Geräte beeinflussen sich gegenseitig, dies kann bei falscher Anordnung sogar zu negativen Effekten führen. Eine genaue Analyse der Einsatzbedingungen und eine darauf abgestimmte Anordnung der Lüfter ist daher unbedingt erforderlich.

Eine einbaufertige Alternative sind Lüfteraggregate. Die Systeme kombinieren leistungsfähige Axiallüfter mit Profilkühlkörpern (teilweise mit Vorkammer). Die Kühlkörper sorgen dabei nicht nur für eine Wärmeableitung, sondern eliminieren auch Luftverwirbelungen und diffuse Nebenluftströme – der gesamte Volumenstrom wird zielgerichtet auf die Bauteile gelenkt.

Die Stromversorgung bestimmt Gleich- oder Wechselspannung

Ob der Ventilator mit Gleich- oder Wechselspannung, 12, 24 oder 230 Volt betrieben werden soll, ist meist durch die vorhandene Stromversorgung festgelegt. Der Wirkungsgrad von AC-Motoren ist sehr gering, was bei tiefen Temperaturen Vorteile bietet. Denn in diesem Fall ist ein erhebliches Plus an Drehmoment erforderlich, um das Losbrechmoment der Lagerung zu überwinden.

Ursache dafür ist u. a. der zähere Schmierstoff im Lager. Ein wirkungsgradoptimierter DC-Motor schaltet hier einfach ab. Der verlustreiche AC-Motor heizt sich dagegen selbst auf die nötige Starttemperatur auf und verrichtet so ohne weitere Zusatzmaßnahmen zuverlässig seinen Dienst.

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