Virtuelle und physische Welten Für das Industrial Metaverse die Datensilos aufbrechen

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Das Industrial Metaverse ist noch am Anfang. Jetzt heißt es, Datensilos aufbrechen und Datenbestände aufräumen. Denn mit der Symbiose aus virtueller und physischer Welt ist vieles möglich.

Die HoloLens2 spielt im Industrial Metaverse eine zentrale Rolle. Anwender können mit der Mixed-Reality-Brille Anlagen und Maschinen steuern.(Bild:  Microsoft)
Die HoloLens2 spielt im Industrial Metaverse eine zentrale Rolle. Anwender können mit der Mixed-Reality-Brille Anlagen und Maschinen steuern.
(Bild: Microsoft)

Industrial Metaverse ist kein Produkt – vielmehr ein ganzer Strauß an Technologien. Das industrielle Metaverse lässt sich am besten in verschiedenen Ebenen darstellen. Das erklärt Stefanie Grois von Microsoft. Sie und ihre Kollegen sind Cloud Solution Architects. Ihre Aufgabe ist es, gemeinsam mit dem Kunden die Möglichkeiten des Industrial Metaverse auszuloten und auf ihre Bedürfnisse zuzuschneiden.

Die unterste Ebene des Industrial Metaverse ist die physikalische Welt. Hier fließen die Sensordaten ein, die direkt an der Edge gesammelt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite – am oberen Ende des Schichtenmodells – steht die Immersion mit der von Microsoft entwickelten HoloLens. In der Mitte des Modells sind der digitale Zwilling oder verschiedene Low-Code-Anwendungen.

Datensilos endlich aufbrechen

Von der unteren Datenebene bis zur Immersion mit der HoloLens: Das Industrial Metaverse ist kein Produkt, sondern ein ganzer Strauß an Technik. (Bild:  Microsoft)
Von der unteren Datenebene bis zur Immersion mit der HoloLens: Das Industrial Metaverse ist kein Produkt, sondern ein ganzer Strauß an Technik.
(Bild: Microsoft)

Doch das Hauptproblem sind laut Grois die Daten. „Bei Kunden liegen die vielen Daten schon seit 30 Jahren in irgendwelche Datensilos“. Doch die nutzen erst einmal nicht viel. Denn damit die Daten verarbeitet werden können, müssen sie homogenisiert werden. Erst dann lassen sich aus den gewonnenen Daten Erkenntnisse ziehen.

Bei den Industriekunden von Microsoft fallen täglich unzählige Daten an. Wichtig ist nach den Worten von Stefanie Grois, die Daten sauber zu halten und die Datenbestände aufzuräumen. Das ist aktuell die größte Herausforderung. Das Problem war in dieser Form vor zwei bis drei Jahren noch kein Thema. Denn mit den Daten lässt sich die reale mit der virtuellen Welt verbinden. Jetzt kommen laut Stefanie Gois auch die möglichen Einsatzgebiete bei den Firmen vermehrt auf. Die von Microsoft entwickelte HoloLens2 spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Mit Blick in die Zukunft kann man sich bei Microsoft vorstellen, dass Maschinen über keine physischen Bedieneinheiten mehr verfügen. Sämtliche Maschinen- und Anlagen werden über eine Mixed-Reality-Brille gesteuert. Doch die Entwicklung des industriellen Metaverse steht noch am Anfang.

Marabu Druckfarben setzt auf Mixed-Reality-Brille

Konkrete Beispiele aus der Industrie gibt es allerdings bereits heute: Siemens und Bosch, aber auch Marabu, ein Hersteller von Spezialfarben. Marabu bietet seine Farben an 17 Standorten und in 90 Ländern an. Über eine MR-Brille können die Spezialisten in Deutschland den Kunden weltweit Handlungsanweisungen zur Reparatur eines Druckers oder beim Wechsel von Farbbeuteln, Chips oder Dosierern geben und sie in der Justierung und Kalibrierung unterweisen.

Die HoloLens projiziert computergenerierte Inhalte und verankert diese in der realen Welt. Beispielsweise können virtuelle Pfeile oder Markierungen in die echte Umgebung gesetzt werden, die trotz Kopfbewegungen an den gesetzten Stellen bleiben.

In der Mixed-Reality-Brille wird die echte Umgebung zusammen mit dem virtuellen Inhalt eingeblendet. Beide Informationen können die Experten bei Marabu flexibel bearbeiten. So lassen sich Maschinen oder ein Ausdruck gemeinsam mit den Kollegen ansehen, sie können den Druck verfolgen und gleichzeitig eine Videokonferenz, eine Farbmessung oder ein PDF einblenden.

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