ABB FRIDA soll die Elektronikfertigung revolutionieren

Peter Koller

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FRIDA nennt sich das Konzept eines extrem kompakten zweiarmigen Industrieroboters von ABB, der speziell auf die Anforderungen in der Elektronikfertigung abzielt.

Der flexible Greifer im Detail beim Handling von elektronischen Baugruppen(Foto:  ABB)
Der flexible Greifer im Detail beim Handling von elektronischen Baugruppen
(Foto: ABB)

Vorgestellt hat ABB das Konzept FRIDA (Friendly Robot for Industrial Dual Arm Assembly) auf der Hannover Messe. "Um den agilen Fertigungsszenarien in der Fertigung von Consumer-Elektronik und zunehmend auch anderen Industriebereichen gerecht zu werden, integriert das Konzept unter anderem einen flexiblen Greifer, eine Kamerabasierte Teileerkennung und -lokalisierung sowie den Robot-Controller IRC5", heißt es von Seiten der Entwickler.

FRIDA zielt darauf ab, an Orten eingesetzt zu werden, die eigentlich für menschliche Arbeiter vorgesehen waren– im Gegensatz zu klassischen Industrierobotern, deren Einsatz exakt geplant, vorbereitet und manchmal vorab digital simuliert werden muss. Auch ein Einsatz in gemischten Umgebungen aus menschlichen und Roboter-Arbeitern ist ausdrücklich vorgesehen.

Aus diesem Grund wurde FRIDA trotz der beiden Arme mit jeweils sieben Achsen und komplett integrierter Steuerung sehr kompakt und mit weniger als 25 kg auch leicht gestaltet.

Laut den Infoseiten von ABB zu FRIDA kann der Roboter einfach zu einem Platz etwa an einem Fließband getragen, dort angebracht und per Ethernetanschluss angesteuert werden.

Der flexible Greifer im Detail beim Handling von elektronischen Baugruppen(Foto:  ABB)
Der flexible Greifer im Detail beim Handling von elektronischen Baugruppen
(Foto: ABB)

Bereits bei der Entwicklung wurde großen Wert auf das Thema Sicherheit gelegt. Durch eine Vielzahl von Sensoren und die im Vergleich zu anderen Industrierobotern geringen bewegten Massen soll eine Gefährdung von menschlichen Kollegen ausgeschlossen sein.

Interessant könnte das Konzept zum Beispiel für asiatische Auftragsfertiger sein, die in der Vergangenheit aufgrund der herrschenden Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten waren.

Im vergangenen Herbst hatte etwa der Gründer des taiwanischen Foxconn-Konzerns, Terry Gou, laut über vollautomatisierte Fertigungsstätten für Elektronik ohne menschliche Arbeiter nachgedacht.

Weitere Informationen zu FRIDA bei unserem Schwesterportal Maschinenmarkt

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