Hightech-Lego Forscher bauen Roboter nach dem Lego-Prinzip

Quelle: Max-Planck-Institut 1 min Lesedauer

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Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme (MPI-IS) haben sechseckige Roboterbauteile entwickelt, die sich einfach zu Hochgeschwindigkeitsrobotern zusammenbauen lassen.

Das sind sogenannte Hexel-Module, die man am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme untersucht. Sie lassen sich je nach Bedarf zusammenstecken. So können sehr flexibel einsetzbare Roboter entstehen, die der Nachhaltigkeit zugute kommen, wie es heißt ...(Bild:  MPI-IS)
Das sind sogenannte Hexel-Module, die man am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme untersucht. Sie lassen sich je nach Bedarf zusammenstecken. So können sehr flexibel einsetzbare Roboter entstehen, die der Nachhaltigkeit zugute kommen, wie es heißt ...
(Bild: MPI-IS)

Das Team der Abteilung für Robotik-Materialien am MPI-IS stattete jedes der sechseckigen magnetischen Bauteile mit den aus dieser Abteilung, wie es heißt, bereits bekannten künstlichen Muskeln aus. Schnell neu arrangiert, ließen sich die als „Hexel“ bezeichneten Module ohne großen Aufwand für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. Sechs leichte, starre Platten aus Glasfaser dienen jedem Hexel-Modul als Grundlage. Die inneren Gelenke der Sechsecke werden, wie gesagt, von hydraulisch verstärkten, elektrostatischen künstlichen Muskeln – sogenannten Hasels – angetrieben. Durch Anlegen einer Hochspannung an das Modul wird der Muskel aktiviert, wodurch sich die Gelenke des Sechsecks drehen und es so seine Form von lang und schmal sowie zu breit und flach ändern kann. Die Forschungsarbeit „Hexagonale elektrohydraulische Module für schnell rekonfigurierbare Hochgeschwindigkeitsroboter“ wurde am 18. September 2024 erstmals im Fachjournal Science Robotics publiziert.

Roboter mit rekonfigurierbaren Fähigkeiten

Die Kombination weicher Komponenten mit starren Strukturen ermögliche etwa hohe Sprünge und hohe Geschwindigkeiten. Indem die Forscher gleich mehrere Module miteinander verbinden, können sie neue Robotergeometrien schaffen und diese für unterschiedliche Anforderungen wiederverwenden, heißt es. In einem Video zeigt das Team die vielen Bewegungen, zu welchen die Hexel-Module im Stande sind: Eine Gruppe von Modulen kriecht etwa durch einen schmalen Spalt, während ein einzelnes Modul hoch in die Luft springt. Mehrere Module werden zu größeren Strukturen verbunden, die je nach Implementierung der Module unterschiedliche Bewegungen erzeugen. So hat das Team beispielsweise mehrere Module zu einem Roboter kombiniert, der schnell über Sand rollen kann. Roboter mit rekonfigurierbaren Fähigkeiten sind nach Ansicht der Experte außerdem nachhaltiger als für jeden Zweck einen speziellen Roboter bauen zu müssen. Die Forscher können demnach mit Hexel viele verschiedene Roboter aus denselben Komponenten zusammensetzen.

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