Elektronik hilft – Spendenaktion für Ostafrika Filteranlage reinigt 10.000 Liter Wasser am Tag

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Im Rahmen ihrer Spendenaktion "Elektronik hilft" (siehe Kasten unten) für die Opfer der Hungersnot in Ostafrika berichtet die ELEKTRONIKPRAXIS über technologische Projekte, Kooperation und Visionen, die dem schwarzen Kontinent eine bessere Zukunft bescheren sollen. Heute: Eine Filteranlage reinigt 10.000 Liter Wasser am Tag.

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Unabhängig: Der SkyHydrant ist als autarkes System unabhängig von Strom und somit in Krisen- und Katastrophengebieten einsetzbar
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Wasser ist kostbar. Gerade in Afrika hängt das Leben der Menschen von sauberem Trinkwasser ab.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt für einen erwachsenen Menschen mit einem Gewicht von 60 kg einen Trinkwasserbedarf von 2 Litern an. Bei einem Kind mit 10 kg Körpergewicht beträgt der Flüssigkeitsbedarf ungefähr 1 Liter am Tag.

Im Jahr 2000 wurde im Rahmen des Milleniumgipfels die so genannten Millennium Development Goals, kurz MDG, definiert. Im Punkt sieben soll bis zum Jahr 2015 der Anteil der Menschen an der Weltbevölkerung um die Hälfte gesenkt werden, die keinen nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Ergänzendes zum Thema
Elektronik hilft – Spendenaktion für Ostafrika

Die Dürre in Somalia und ganz Ostafrika trifft die Ärmsten der Armen. Mit einer Spendenaktion unter dem Titel "Elektronik hilft" will die ELEKTRONIKPRAXIS einen Beitrag zu den Hilfsaktionen leisten.

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So können Sie sich als Leser beteiligen: Spenden Sie direkt bei CARE Deutschland-Luxemburg e.V. Bitte als Verwendungszweck "Ostafrika - Elektronikpraxis hilft" angeben bzw. auswählen. Wir werden darüber berichten, was in Summe zusammengekommen ist.

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Unser Team aus Redaktion, Verkauf und Verwaltung bringt seine Arbeitskraft ein, um diesen Sonderteil zu organisieren, zu bewerben und zu produzieren. ELEKTRONIKPRAXIS trägt alle anfallenden Kosten für Druck, Papier und Porto, um jeden Euro Ihrer Anzeigenspende an die Menschen in Ostafrika übergeben zu können.

Von den 1,2 Milliarden Menschen mit unzureichender Trinkwasserversorgung leben aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte die meisten in Asien. Etwa 265 Millionen Personen leben im subsaharischen Afrika: Diese Menschen haben keinen Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser. Das Problem in Afrika ist zum einen geschuldet durch die dünne Besiedlung in der Region sowie der politischen und ökonomischen Voraussetzungen in den Ländern Afrikas.

Wasserversorgung als kritisches Thema

Der Zugang zu sauberen, keimfreien Wasser ist eine essentielle Voraussetzung für die weitere Entwicklung in Afrika. So hat beispielsweise der Flächenstaat Botswana einen Versorgungsgrad von 95% erreicht. Große Fortschritte machten auch Tansania, die Zentralafrikanische Republik und Ghana - in diesen Ländern liegt der Versorgungsgrad inzwischen bei etwa 70%.

Schlecht sieht es nach wie vor in den Staaten entlang der Sahelzone aus. So liegt die Wasserversorgung in Äthopien bei unter 25%.

Gefiltertes Wasser als Lebendsgrundlage

Um sauberes Wasser zu bekommen, sind viele Menschen auf Brunnen angewiesen. Doch es lassen sich auch andere Wasserquellen anzapfen. Beispielsweise aus Flüssen, Bächen oder Sümpfen. Vorher muss das Wasser allerdings gereinigt werden. Um das so genannte Oberflächenwasser zu reinigen sind Filteranlagen notwendig.

Mit dem Skyhydrant wird Wasser mit einem Membranfilter von Bakterien gereinigt. Der Siemens-Ingenieur Rhett Butler vereinfachte das Prinzip einer industriellen Filteranlage, so dass sie ohne Strom und Chemikalien auskommt.

Filteranlage kommt ohne Strom aus

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Ein großer Vorteil der Filteranlagen ist die Tatsache, dass sie leicht zu reinigen sind. Ihre Lebensdauer beträgt maximal 10 Jahre. Und genau aus diesem Grund für die Filteranlage in sturkturschwache Regionen aufgebaut zu werden.

Die Filteranlage entfernt Schwebstoffe, Bakterien, Einzeller und anderes pathogenes Material mit einem Durchmesser von über 0,1 μm. Pro Tag bereitet ein Filtersystem rund 10.000 Liter ungereinigtes Wasser zu Trinkwasser auf.

Betrieb und Wartung können die Dorfbewohner nach einer Einweisung selbst übernehmen, sodass die SkyHydrants eine dezentrale, effektive und auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmte Versorgung ermöglichen.

Bei diesen mobilen Wasserfiltern der australischen SkyJuice Foundation handelt es sich um ein einfach zu bedienendes, tragbares System. Die Technologie basiert auf Chlordesinfektion in Kombination mit einer Memcor-Membranfiltrationseinheit auf Niederdruckbasis von Siemens.

Trinkwasser für entlegene Gebiete

So wurde im Rahmen eines Projektes beispielsweise eine Spendenaktion für ein Dorf in Kenia gestartet. Als Partner für die Umsetzung wurde die Siemens Stiftung gewählt, die zusammen mit lokalen Organisationen bereits mehrere Trinkwasser-Projekte in entlegenen Gebieten von Entwicklungsländern durchgeführt hat.

Die Bewohner solcher Gegenden beziehen ihr Wasser meist aus ungesicherten Wasserstellen; oft müssen sie weite Wege zurücklegen, um es zu beschaffen. Zudem verbreiten sich häufig Krankheiten über das Wasser. Bildungskomitees werden initiiert und geschult, die ihr Wissen über Hygiene und Notwendigkeit von sauberem Trinkwasser zum Beispiel in Schulen, Gemeindezentren oder Jugendklubs weitergeben.

Pumpe wird mit Solarstrom angetrieben

Der SkyHydrant lässt sich auch in ein größeres System mit Pumpe integrieren. Solch ein System reinigt beispielsweise das verunreinigte Wasser aus Flüssen oder Seen. Die dazu notwendige Pumpe wird mit Sonnenenergie angetrieben. Die SkyStation verfügt über zwei Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1000 Litern.

Eine solarbetriebene Pumpe pumpt das zu reinigende Wasser in den oberen Behälter. Der SkyHydrant reinigt dieses und das saubere Wasser wird im Reservoir-Tank zwischengespeichert.

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