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Das Personal erhält Hilfen, um Störungen zu beheben

Dennoch ist der Production Run nicht ohne Herausforderungen – insbesondere bei Störungen von außen.
Das beginnt mit Problemen wie einem Stromausfall und endet bei Bedienfehlern der Operatoren. Auto-Recovery-Funktionen stellen hier sicher, dass ein abrupt unterbrochener Fertigungsauftrag nach Behebung der Störung nahtlos – also ohne Leerfahren der Linie und ohne wirkliche Bauteilverluste – fortgeführt wird.
Um das Bedienpersonal zu unterstützen, bieten moderne Software-Oberflächen nicht nur Übersicht und den Zugriff auf alle relevanten Maschinenfunktionen.
Vielmehr bieten hier Equipment-Hersteller mit entsprechenden Softwarekompetenzen Fehlerortungen und -analysen und bieten grafisch und multimedial unterstützte Handlungsempfehlungen für das Personal an.
Auch weniger erfahrene Mitarbeiter können so viele Störungen an der Linie zuverlässig und schnell beheben.
Auf diese Weise lassen sich die Zustände von Maschinen und Aufträgen nicht nur an der Maschine oder Linie, sondern via Intranet/Internet und einer leistungsfähigen OIB-Schnittstelle auch an Fremdsysteme oder Remote-Arbeitsplätze in aller Welt übertragen.
Second-Source-Bauteile sind problemlos abbildbar
Dank moderner Hard- und Software-Komponenten können Entwicklungsingenieure auch extrem schnell auf neue Herausforderungen reagieren. Denn in Boomzeiten sind erhebliche Engpässen bei Bauteilen quasi der Alltag vieler Elektronikfertiger.
Vielfach können sie über alternative Komponenten (Second Source) behoben werden.
In den Fertigungen aber machte dieser Umstieg erhebliche Probleme, weil für jedes Second-Source-Bauteil – auch bei technisch völlig identischen Eigenschaften – zunächst Varianten von Bestückprogrammen erstellt und verwaltet werden mussten.
Moderne Bestückplattformen verfügen deshalb über die Option, innerhalb eines einzigen Bestückprogramms alternative Second-Source-Bauteile zu beschreiben.
Der Effekt: Wenn mitten in der laufenden Fertigung das alternative Bauteil gerüstet wird, erkennt die Maschine diese Komponente als gültige Variante und bestückt unterbrechungsfrei weiter.
Investition in Equipment versus Prozesskosten
„Elektronikfertiger achten sorgfältig auf ihre Investitionsbudgets und die Anschaffung neuer SMT-Linien ist angesichts der hohen Einstands- und Anschaffungskosten oft mit langen Verhandlungen verbunden. Gleichzeitig stellen wir oft fest, dass die Kosten nicht-optimaler Fertigungsprozesse sich in den Fertigungen auf deutlich höhere Beträge summieren - insbesondere wenn mangelnde Flexibilität zum Verlust von Aufträgen und Kunden führt. Wer als Elektronikfertiger nachhaltige Kostensenkungen und Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit erreichen will, wird seinen Blick künftig verstärkt auf die Prozesse richten – und die Optionen, diese über seine Bestückplattformen und Equipment-Lieferanten besser und flexibler unterstützen zu lassen“, fasst SIPLACE-COO Günter Schindler seine Erfahrungen zusammen.
Schon die oben genannten Beispiele zeigen, dass gut abgestimmte Hardware-, Software- und Service-Module viel zusätzliche Geschwindigkeit und Effizienz in häufig durchlaufene Prozesse bringen.
Das größte Hindernis liegt wie so oft in der Elektronikindustrie auch hier nicht im Mangel an technischen Möglichkeiten und Optionen, sondern in bestehenden Prozessen und Arbeitsweisen.
* * Bernhard Fritz ... ist Leiter des SIPLACE-Produktmarketings bei ASM Assembly Systems in München.
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