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Beim Einsatz diskreter Schaltungen können verschiedene Probleme auftreten, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Erstens kommen durch die diskreten Schaltungen Leckströme und parasitäre Kapazitäten hinzu, die die Leistungsfähigkeit des Instrumentenverstärkers beeinträchtigen. Zweitens wird eine Methode benötigt, um mit den Fehlererkennungs-Schaltungen zu kommunizieren und sie nach Bedarf zu aktivieren und zu deaktivieren. Drittens ist zu beachten, dass kein korrekter Messwert erfasst wird, wenn der Instrumentenverstärker zur Fehlererkennung verwendet wird und die aus dem Fehler resultierende Gleichtaktspannung aus dem Gleichtaktspannungsbereich des Instrumentenverstärkers heraus gerät. Die Spannung am Eingang muss in den Gleichtaktspannungsbereich des Instrumentenverstärkers zurückgeholt werden.
Der Instrumentenverstärker LMP8358 von National Semiconductor verfügt über eingebaute Fehlererkennungs-Schaltungen. Diese haben keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Bausteins und sehen auch eine Methode zum Erkennen von Spannungen vor, die aus dem Gleichtaktspannungsbereich des Eingangs herausfallen.
Verstärker mit Fehlererkennungs-Schaltung
Der LMP8358 gliedert sich in drei Funktionsabschnitte: den eigentlichen Instrumentenverstärker, einen Kontrollteil, mit dem der Anwender über ein internes Register den Betriebszustand des Verstärkers festlegen kann, und einen Fehlererkennungs-Teil. Der Fehlererkennungs-Abschnitt enthält eine Stromquelle zum Injizieren eines Stroms, einen Multiplexer zum Umschalten zwischen den externen Eingangs-Pins und den internen Eingängen des Instrumentenverstärkers sowie einen Block zum Dividieren durch 50, der in den Signalpfad eingefügt werden kann. Das interne Register kontrolliert die Fehlererkennungs-Features, dient zum Festlegen der Verstärkung und der Kompensation des Verstärkers und wird dazu verwendet, den Stromspar-Modus und den Nullabgleich zu aktivieren.Die Kommunikation zwischen dem internen Register des LMP8358 und einem externen Master erfolgt per SPI-Bus (Serial Peripheral Interface). In Bild 2 sind die Fehlererkennungs-Schaltungen vereinfacht dargestellt.
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