Anbieter zum Thema
Fahrzeugzugang ist auch ohne Internetverbindung möglich
Das Zugangssystem selbst besteht aus drei Komponenten: dem NFC-Gateway, der Authentifizierungseinheit, welche die kryptografische Benutzeridentifikation abgleicht, und dem Aktuator für die Entriegelung der Tür.
Das Fahrzeug verbindet sich per NFC mit dem Smartphone. Über die App und die mobile Verbindung des Smartphones werden die Zutrittsberechtigungen des Schlosses über einen verschlüsselten Kanal mit dem Server abgeglichen. Das Besondere: Die softwaregestützte Lösung realisiert einen Zugang auch ohne permanente Internetverbindung.
„Weder das Fahrzeug noch das Smartphone müssen während des Entriegelungsvorgangs mit dem Internet verbunden sein. Mobile Access funktioniert also selbst in der internetlosen Tiefgarage“, erklärt Christian Goldschmidt. Die Zugangsberechtigungen werden dazu von der Elektronik gespeichert.
Sicherheit hat oberste Priorität
Maximale funktionale Sicherheit hat dabei oberste Priorität. Bei der Nachrüstlösung werden Informationen über das Handy verschlüsselt ausgetauscht.
Das Fahrzeug selbst ist nicht vernetzt, kann aber über die Box Informationen an den Server zurückspielen. „NFC bietet allein aufgrund der geringen Distanz eine hohe Sicherheit für die Kommunikation, um Seitenattacken auszuschließen.
So ist es sinnvoll, per NFC eine Verschlüsselung für eine zusätzliche Bluetooth-Verbindung auszutauschen, welche wiederum für höhere Datenraten verwendet werden kann“, sagt Christian Goldschmidt.
Bis zur Serienproduktion noch weiter reifen
Während das Unternehmen bei der Nachrüstlösung eine schnelle Marktdurchdringung erwartet, wird es noch einige Jahre dauern, bis eine vergleichbare Zugangslösung in die Serienherstellung von Neuwagen Einzug findet.
„Wenn erste Markterfahrungen gesammelt wurden, wird der Zugang mittels NFC auch sehr schnell den breiten Markt erreichen. Automobilhersteller gehen das Thema jedoch auch mit Vorsicht an“, erläutert Reinaldo Mensch.
„Bevor ein System in Serie geht, muss es absolut ausgereift sein und muss unter allen Bedingungen funktionieren – das heißt auch, über zehn Jahre mit den jeweils neuesten Handy- und Chipsetgenerationen kompatibel sein“, so Reinaldo Mensch weiter.
Im Detail steckt noch viel Entwicklungsarbeit
„Wir haben im Detail noch einiges an Entwicklungsarbeit vor uns“, so der Entwicklungsleiter: „Für den breiten Einsatz von NFC müssen die Komponenten in Zukunft noch kleiner werden, robust und kompatibel sein.“
„Zum einen geht es darum, die Beschaltungen noch sicherer zu machen, zum anderen arbeiten wir weiter an der Miniaturisierung. Ziel ist es, die Komponenten möglichst klein zu gestalten, einerseits aus Kostengründen, andererseits, um die Platinen überall so in einem Türaußengriff einbauen zu können, dass Designer freien Spielraum haben. Ein weiterer Punkt ist, die Stromaufnahme weiter zu reduzieren“, gibt Reinaldo Mensch einen Ausblick.
„Das Internet der Dinge, das vernetzte Fahrzeug, ist ein unaufhaltsamer Trend. Jetzt geht es darum, die Infrastrukturen zu schaffen“, so das Resümee von Goldschmidt.
(ID:43576871)