Damit Autos smarter werden, brauchen sie schnellere Prozessoren. Das erfordert eine Umstellung auf moderne Prozesstechnologien für die Chipproduktion – ergo moderne Fabriken. Mit seinem Engagement in der EU kann Intel dazu beitragen, dass Europa beim Entwickeln und Herstellen innovativer Computerchips wieder eine führende Rolle spielt und sich Lieferketten stabilisieren.
Genau im Blick: Leitstand zur Prozesssteuerung und -überwachung in einer Chipfabrik von Intel.
(Bild: Intel Corporation)
Intel hat ehrgeizige Pläne in Europa: Mindestens zwei neue, hochmoderne Computerchipfabriken mit einem Investitionsvolumen von über 80 Milliarden Euro innerhalb der nächsten zehn Jahre und tausenden zusätzlichen Arbeitsplätzen sollen entstehen.
Vom Ausbau der Halbleiter-Kapazitäten profitiert das wirtschaftliche Ökosystem in der ganzen EU. In den letzten zwei Jahren hat Intel 10 Milliarden Euro allein bei EU-Zulieferern ausgegeben. Als wichtiger Standort für die Chipherstellung sichert sich Europa nicht nur eine führende Position bei allen künftigen technologischen Entwicklungen. Vielmehr kann die Gemeinschaft maßgeblich zur Stärkung der europäischen Wirtschaft beitragen und diese unabhängiger von Importen aus Asien und anderen Ländern machen.
Daher begrüßen wir die Ankündigung des „EU Chips Act“ zur Förderung eines dynamischen, hochmodernen und zukunftssicheren europäischen Halbleiter-Ökosystems. Dies steht im Einklang mit unseren gemeinsamen Bestrebungen, den Halbleiter-Sektor in der EU wieder zu stärken. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte in ihrer „Rede zur Lage der EU“ außerdem, dass es auch um die Sicherung der technologischen Souveränität Europas gehe.
Intel Foundry Services: Unternehmen können eigene Chips entwickeln und fertigen lassen
Durch die Intel Foundry Services (IFS) bieten wir als Auftragsfertiger europäischen Unternehmen nun Zugang zu Ressourcen und Designteams, um eigene Chips zu entwickeln und produzieren zu lassen. Zudem führen wir derzeit Gespräche mit potenziellen Kunden in Europa, darunter Automobilunternehmen und deren Zulieferer.
Europa wäre dadurch grundsätzlich in der Lage, Technologiemärkte weltweit zu bedienen, wodurch sich der Halbeiterchip zu einem wertvollen Exportgut entwickeln würde. All das erfordert tausende hochqualifizierte Ingenieur:innen und technische Fachkräfte aus der gesamten EU.
In Anbetracht der Höhe des Investitionsvolumens und des Risikos, das mit modernen Halbleiter-Anlagen verbunden ist, werden für den Bau von Chipfabriken auf der ganzen Welt staatliche Subventionen geleistet. Diese staatlichen Beihilfen haben zu einem erheblichen Ungleichgewicht gegenüber Investitionen in der EU geführt und in erheblichem Maße dazu beigetragen, dass der Anteil der Chipproduktion in der EU auf den heutigen historischen Tiefstand gesunken ist.
Die EU ist ein wichtiger Markt und sollte bei der Entwicklung und Herstellung hochinnovativer Computerchips eine führende Rolle spielen. Durch die Nähe zu unseren europäischen Forschungspartnern wie Imec in Belgien, CEA-Leti in Frankreich oder auch Fraunhofer in Deutschland sowie zu einigen der weltweit innovativsten Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Telekommunikation oder erneuerbare Energien, ist es sinnvoll für Intel seine Investitionen in Europa zu erhöhen und diese für uns vielversprechenden strategischen Vorteile zu nutzen. Diese Partnerschaften und Kooperationen ebnen den Weg für eine nachhaltige Zukunft.
Stand: 08.12.2025
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Es war noch nie so wichtig wie heute, ein geografisches Gleichgewicht bei Halbleiter-Kapazitäten zu schaffen und eine resistente Lieferkette zu bilden. Wir tragen mit unseren geplanten Investitionen unseren Teil dazu bei.
Unser Bauvorhaben wird der EU helfen, ihre Digitalstrategie voranzutreiben und ein starkes Halbleiter-Ökosystem aufzubauen, das die Grundlage für eine höhere Innovationkraft liefert und perspektivisch für eine anhaltende technologische Führungsrolle sorgen kann. Die Tragweite dieses Vorhabens ist immens. Deshalb kann das Projekt nur mit Durchhaltevermögen, Visionen und politischer Unterstützung umgesetzt werden.
Zur Person: Christin Eisenschmid
Christin Eisenschmid ist VP, Geschäftsführerin der Intel Deutschland GmbH und Direktorin für weltweite Regierungsbeziehungen. Sie ist verantwortlich für das strategische Engagement von Intel mit Regierungen und Verbänden, um die politischen Positionen von Intel zu vertreten und Unternehmenswachstum und Innovation zu ermöglichen.