15.07.2020

Warum die Dicke einer Leiterplatte ein nominaler Wert ist

Fertigungsbedingt schwankt die Dicke einer fertig produzierten Leiterplatte. Welche Faktoren die Materialdicke beeinflusssen und was Leiterplattendesigner dazu wissen sollten, zeigt Eurocircuits in einem Video.

Fertigungsbedingt schwankt die Dicke einer fertig produzierten Leiterplatte. Den größten Einfluss auf die Leiterplattendicke hat das Basismaterial. Eine typische Dickentoleranz für FR4 ist ±10% auf den Nominalwert. Das heißt: Ein Basismaterial von 1,00 mm kann zwischen 0,90 mm und 1,10 mm dick sein (ohne Kupferfolie).

Bei ein- und doppelseitigen Leiterplatten beeinflusst nur die Toleranz des Basismaterials die Materialdicke; bei Multilayern kommen weitere Faktoren hinzu.

Abweichungen der Dicke einer fertig produzierten Leiterplatte sind zulässig und haben ihre Ursache in den Ausgangsmaterialien und den Fertigungsprozessen bei der Herstellung der Leiterplatte. Wie groß die akzeptierten Abweichungen sein dürfen, regelt die internationale Richtlinie IPC A-600-Abnahmekriterien für Leiterplatten.

Der erfahrende Leiterplattenhersteller weiß, wie er die unterschiedlichen Einflussfaktoren handhabt und die Prozesse optimiert. Doch trotz Erfahrung und immer besserer Anlagentechnik ist es fertigungstechnisch und aus Kostengründen nicht möglich, jeden einzelnen Faktor vollständig zu kompensieren; Toleranzen bleiben.

Eurocircuits erklärt in einem 3:51 Minuten Video, warum die Dicke einer Leiterplatte schwankt und was Leiterplattendesigner darüber wissen sollten.

Zum Video gelangen Sie hier: