Fehler in Datenleitungen Ethernet-Installationen beobachten und analysieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Der Trend Unipro GbE eignet sich zum Testen aller Ethernet-Installationen. Mit dem portablen Gerät kann an jedem Punkt einer Netztopologie passiv oder aktiv der Datenverkehr beobachtet und analysiert werden.

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Mit dem Trend Unipro GbE von Trend Communications können Netzwerktechniker Ethernet-Installationen aller Klassen (LAN, Zugangsnetze, Metro- und Carrier-Netze) auf Fehler untersuchen.

Das Gerät hat ein Gewicht von 1 kg und ist mit stoßfester Gummiummantelung versehen. Ausgestattet mit je zwei optischen (SFP) und elektrischen (RJ-45) Gigabit-Ethernet-Schnittstellen kann der Tester an jedem Punkt einer Netztopologie den Datenverkehr wahlweise passiv oder aktiv (intrusive) beobachten und analysieren. Es lassen sich PoE-Kennwerten aufnehmen, Datenpakete filtern und analysieren, BER- und RFC-2544 testen, IP-Ping und Trace routen und außerdem als konfigurierbaren Traffic-Generator verwenden.

Datenraten bis 1 GBit/s möglich

Die jeweils 2-fach ausgeführten optischen und elektrischen Schnittstellen sind ausgelegt für eine Datenrate von 1 GBit/s, abwärtskompatibel für 100 MBit/s (optisch) oder 10/100 MBit/s (elektrisch). Der Verkehr auf einem Ethernet-Link (Monitoring) kann passiv überwacht werden. Dazu werden die Signale abgegriffen oder der Tester in den Signalweg eingeschleift. In dieser Betriebsart (Through-Mode) können zwei Schnittstellen gleichzeitig eingesetzt werden. So lassen sich Überwachungsaufgaben dort realisieren, wo kein Splitter vorhanden ist.

IP-Telefone und -Kameras testen

Der Standard IEEE 802.3af regelt die Spannungsversorgung von kleinen portablen Ethernet-Endgeräten via Netzwerk. IP-Telefone oder -Kameras lassen sich so direkt speisen. Eigene Netzteile sind nicht erforderlich. Das Gerät prüft zuerst selbsttätig die Adern der TP-Verkabelung, die für den DC-Energietransport verwendet werden. Danach werden die Messwerte für Spannung und Strom mit den Vorgaben des IEEE-Standards verglichen. Dazu kann der Tester wahlweise einen Link am fernen Ende abschließen oder aber er wird zur Messung in den Signalweg eingeschleift.

Leistungsfähigkeit von Ethernet-Link beurteilen

Ein Ethernet-Link kann gemäß dem De-facto-Standard RFC 2544 mit einer Testsequenz für die Messgrößen Datendurchsatz, Latenzzeit, Rahmenverlustrate, Back-to-Back-Rahmen und Systemerholung beurteilt werden. Die Resultate werden gemäß RFC 2544 mit Pass/Fail bewertet angezeigt, die genauen Messwerte stehen in Form von Tabellen auf Abruf bereit.

Das Spiegeln von Testdaten am fernen Ende eines Links zurück zum Tester (Loop-Back) ist eine bewährte Methode der Fehleranalyse. Das Testgerät erlaubt diesen Schleifenbetrieb nicht nur auf der physikalischen Schicht, sondern wahlweise mit Filtern auf den Schichten 2 und 3 (MAC- und IP-Schicht). Werden die Start- und Zieladressen vertauscht, können End-to-End-Tests in gebrückten und gerouteten Netzen besser realisiert werden.

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