Revolution in der Luftfahrt Erster vollautomatischer Flug einer Drohne

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Premiere für den ersten vollautomatischen Drohnenflug: Entwicklern ist es gelungen, eine Drohne mit einer zuvor programmierten Route fliegen zu lassen. Die Möglichkeiten für den Einsatz sind vielfältig.

Die Drohne wartet auf ihren Einsatz. Wind und Wetter können der ungefähr 100 Kilogramm schweren Docking-Station nichts anhaben. Auch bei extremer Hitze oder klirrender Kälte hebt die mit einer hochauflösenden Kamera ausgestatte Drohne Matrice 30T zum Flug ab.(Bild:  Solectrix)
Die Drohne wartet auf ihren Einsatz. Wind und Wetter können der ungefähr 100 Kilogramm schweren Docking-Station nichts anhaben. Auch bei extremer Hitze oder klirrender Kälte hebt die mit einer hochauflösenden Kamera ausgestatte Drohne Matrice 30T zum Flug ab.
(Bild: Solectrix)

Ein vollständig autonomer Drohnenflug wurde von Entwicklern realisiert: Hauptakteur war eine DJI-Drohne vom Typ Matrice 30T, die selbstständig eine zuvor programmierte Route abflog. Als Start- und Landefläche dient die Dockingstation DJI Dock. Sie ist geschützt und lädt den Akku der Drohne innerhalb von 25 Minuten nahezu vollständig auf.

Um die Routen im Voraus zu planen, wird die Software DJI FlightHub 2 verwendet. Während des Fluges sendet die Drohne Bilder, Videos, Daten und Informationen an die Software. Über eine Cloud-Verbindung können die Bilder in Echtzeit betrachtet und gesteuert werden.

Vorbereitungen dauerten zwei Jahre

Die Drohne wartet auf ihren Einsatz. Wind und Wetter können der ungefähr 100 Kilogramm schweren Docking-Station nichts anhaben. Auch bei extremer Hitze oder klirrender Kälte hebt die mit einer hochauflösenden Kamera ausgestatte Drohne Matrice 30T zum Flug ab.(Bild:  Solectrix)
Die Drohne wartet auf ihren Einsatz. Wind und Wetter können der ungefähr 100 Kilogramm schweren Docking-Station nichts anhaben. Auch bei extremer Hitze oder klirrender Kälte hebt die mit einer hochauflösenden Kamera ausgestatte Drohne Matrice 30T zum Flug ab.
(Bild: Solectrix)

„Mit der Software DJI FlightHub 2 kann ich bestimmte GPS-Punkte, Drehpunkte oder Flugmanöver einprogrammieren. Ich kann auch vorab festlegen, welche Bilder oder Videos mir die Drohne liefern soll. So kann mir die Kamera auf Wunsch Wärmebilder von Flächen oder Objekten liefern“, sagt Kevin Dillmann von Solectric.

Vor mehr als zwei Jahren begannen die Planungen für einen der ersten vollautomatischen Drohnenflüge. Mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums hat Solectric als erstes deutsches Unternehmen alle Betriebsgenehmigungen für einen solchen vollautomatischen Drohnenflug erhalten. Dabei profitierte Solectric vor allem von der Unterstützung des German Dynamic Drone Center (GDDC).

Fernpiloten für Drohnenflüge

In weiser Voraussicht hat GDDC, als Spezialist für den industriellen Einsatz von Drohnen im europäischen Raum, die Solectric-Piloten gleich für den europaweiten Einsatz geschult. Daher dürfen sich Kevin Dillmann und Volker Wild nun offiziell Fernpiloten für voll automatisierte Drohnenflüge in Europa nennen.

Bei der Flugpremiere wurde Dillmann von Berufspilot Horst Zell unterstützt. Der Pilot verfügt über 30 Jahre Flugerfahrung: „Einfach beeindruckend, die staunenden Gesichter zu erleben, als die DJI Dock sich öffnet, die Matrice 30T langsam abhebt, die verschiedenen Geo-Punkte abfliegt und ihre Mission erfüllt. Das wird eine Revolution in der Luftfahrt“.

Drohnen revolutionieren Einsatz in der Industrie

Der Sachverständige für Windkraftanlagen und Rotorblätter muss es wissen. Denn gerade bei der Wartung von Windkraftanlagen auf hoher See eignen sich voll automatisch fliegende Drohnen viel besser als Menschen.

Mit den autonomen Drohnen sollen sich künftig auch Waldbrände verhindern und frühzeitig eindämmen oder Gletschergebiete aus der Luft erforschen lassen. Möglich ist außerdem, Drohnen als fliegende Saathelfer einzusetzen, um neue Lebensräume zu erschaffen.

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