Durchbruch für 6G Erster Multi-Orbit-Handover zwischen GEO- und LEO-Satellit demonstriert

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Ein nahtloser Übergang zwischen verschiedenen Satelliten-Orbits ermöglicht unterbrechungsfreie 6G-Netze. Keysight und KT SAT haben nun erstmals eine Sitzung von einer geostationären zu einer niedrigen Erdumlaufbahn übertragen.

Von einer geostationären Übertragung nahtlos zu einer niedrigen Erdumlaufbahn: Unterschiedliche Satelliten-Orbits bringen verschiedene Latenz- und Doppelcharakteristiken. Der Test erfolgte im Ku-Band.(Bild:  Keysight)
Von einer geostationären Übertragung nahtlos zu einer niedrigen Erdumlaufbahn: Unterschiedliche Satelliten-Orbits bringen verschiedene Latenz- und Doppelcharakteristiken. Der Test erfolgte im Ku-Band.
(Bild: Keysight)

Die erfolgreiche Demonstration eines Handovers im Nicht-Terrestrischen Netzwerk (NTN) zwischen verschiedenen Satelliten-Orbits durch Keysight und KT SAT ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu 6G. Mit dieser Technologie wird ein Kernproblem der künftigen Mobilfunkgeneration gelöst: die nahtlose Integration von terrestrischen und satellitengestützten Netzen.

Integration unterschiedlicher Orbit-Charakteristiken

Während sich 6G-Netze der Realität nähern, wird die Integration von Non-Terrestrial Networks (NTN) zur kritischen Herausforderung für die gesamte Branche. Unterschiedliche Satelliten-Orbits bringen verschiedene Latenz- und Dopplercharakteristiken mit sich. Dabei entscheidend ist ein nahtloser Übergang zwischen GEO- und LEO-Satelliten war bisher nicht demonstriert worden.

Genau hier setzt der jetzt gelungene Durchbruch von Keysight Technologies und KT SAT an: Erstmals wurde ein erfolgreicher NR-NTN-Multi-Orbit-Handover zwischen einem kommerziellen GEO-Satelliten (KOREASAT-6A) und einer emulierten LEO-Verbindung realisiert. Besonders relevant für Entwickler ist dabei, dass der Test im Ku-Band (Downlink ~12,3 GHz / Uplink ~14,4 GHz) erfolgte, das mit dem neuen 3GPP Rel-19 NTN-Standard kompatibel ist.

Praktische Vorteile für die Entwicklung

Statt rein theoretischer Simulationen nutzte die Demonstration eine Live-Satellitenverbindung und validierte damit das Verhalten unter realen Bedingungen. Die verwendeten Emulationstools von Keysight ermöglichen es Entwicklern nun, kosteneffiziente Vorab-Tests ohne teure Feldversuche durchzuführen und somit die Time-to-Market erheblich zu reduzieren.

Für Entscheider in der Elektronikbranche adressiert diese Entwicklung konkrete Geschäftsanforderungen: kontinuierliche Abdeckung in abgelegenen Gebieten und Katastrophenszenarien, Ausfallsicherheit durch Multi-Orbit-Redundanz sowie Kostenoptimierung durch Labor-Emulation. Gleichzeitig wird die Standardisierungs-Compliance für globale Marktfähigkeit sichergestellt.

Ausblick: Grundstein für globale 6G-Konnektivität

Mit dieser Technologie können Mobilfunk-Ausrüster und Chiphersteller bereits heute 6G-Szenarien im Labor testen, während die Erkenntnisse direkt in Standardisierungsgremien einfließen und den Weg zur kommerziellen Umsetzung erheblich verkürzen, ohne dabei auf teure Feldversuche zu setzen. Der Multi-Orbit-Handover ist somit mehr als eine technische Demonstration, er ist der entscheidende Baustein für die globale, ununterbrochene Konnektivität der 6G-Ära und bietet Entwicklern wie Entscheidern konkrete Ansatzpunkte für ihre strategische Technologie-Roadmap. (heh)

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