Nach akuter Chip-Knappheit in der Pandemie macht Halbleiterfirmen nun ein Überangebot zu schaffen, vor allem da deutlich weniger PCs und Smartphones gekauft werden. Intel-Konkurrent AMD kommt mit dieser Lage bisher besser zurecht als andere. Auch dank seines Embedded-Geschäfts inklusive der Übernahme von FPGA-Spezialist Xilinx.
Über Zuwächse im Embedded-Geschäft und starken Umsätzen seines zukauften Xilinx-FPGA-Portfolios kann AMD dem abgestürzten PC-Geschäft trotzen.
(Bild: AMD)
Der US-amerikanische Chiphersteller AMD kommt dank guter Geschäfte mit Rechenzentren sowie der Luftfahrt- und Autoindustrie besser durch die aktuellen Turbulenzen der Halbleiter-Branche als seine Rivalen. Zuwächse in diesen Bereichen konnten bei AMD den drastischen Einbruch im Geschäft mit Prozessoren für Personal Computer im vergangenen Quartal mehr als ausgleichen. Konkurrenz Intel hat hingegen ausgerechnet in seinem wichtigen Geschäft mit Rechenzentren deutliche Verluste hinnehmen müssen – zusätzlich zu enormen Verlusten im PC-Geschäft. Auch der südkoreanische Flash-Speicher-Spezialist Hynix wurde schwer vom Preisverfall in dem Geschäft erwischt und rutschte tief in die roten Zahlen.
Insgesamt legte der AMD-Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 16 Prozent auf rund 5,6 Milliarden US-Dollar (5,1 Mrd. Euro) zu, wie der Intel-Konkurrent nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Unterm Strich gab es einen schmalen Gewinn von 21 Millionen US-Dollar nach schwarzen Zahlen von 974 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor.
Bei PC-Chips halbierte sich der AMD-Umsatz im Jahresvergleich auf gut 900 Millionen US-Dollar. Der Bereich verbuchte einen operativen Verlust von 152 Millionen US-Dollar nach einem positiven Ergebnis von 530 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Im Geschäft mit Rechenzentren gab es dagegen ein Umsatzplus von 1,16 auf 1,65 Milliarden US-Dollar und einen operativen Gewinn von 444 Millionen US-Dollar.
Kauf von FPGA-Primus Xilinx zahlt sich aus
Ausgezahlt hat sich für AMD der Kauf der Firma Xilinx, die auf programmierbare Chiplösungen unter anderem für Flugzeuge sowie Autos und verschiedene Elektronikgeräte spezialisiert ist. Der Umsatz in dem Bereich sprang mit dem Zukauf von 71 Millionen US-Dollar vor einem Jahr auf fast 1,4 Milliarden US-Dollar hoch. Die AMD-Aktie legte im vorbörslichen Handel am Mittwoch zeitweise um rund drei Prozent zu.
Die AMD-Zahlen stehen im scharfen Kontrast zu denen des großen Rivalen Intel, wo auch das Geschäft mit Rechenzentren im vergangenen Quartal um ein Drittel schrumpfte. AMD hatte schneller neue Chipgenerationen auf den Markt gebracht, während Intel von Problemen in der Entwicklung und in der Chipfertigung gebremst wurde.
Weniger Smartphones verkauft: Absatz mit Flash-Speicher eingebrochen
Hynix unterdessen wurde von sinkenden Preisen und zu hohen Lagerbeständen zusätzlich getroffen. Grund dafür ist, dass Hynix Intels Geschäft mit Flash-Speichern abgekauft hatte. Ausgerechnet der dafür wichtige Absatzmarkt mit Smartphones ist jedoch eingebrochen. Im vergangenen Quartal verbuchte der zweitgrößte Speicherchiphersteller der Welt einen operativen Verlust von 1,7 Billionen Won (knapp 1,3 Mrd. Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte Hynix noch einen operativen Gewinn von rund 4,2 Billionen Won erzielt. Unter dem Strich gab es rote Zahlen von 3,5 Billionen Won. Der Umsatz sank um 38 Prozent auf knapp 7,7 Billionen Won.
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Die Verkäufe von Personal Computern waren im vergangenen Quartal nach Berechnungen der Analysefirma Gartner um gut 28 Prozent eingebrochen. Das war der schärfste Rückgang seit Gartner Mitte der 1990er Jahr begann, den Markt zu erfassen. Am Anfang der Corona-Pandemie war der Verkauf von Computern - vor allem Notebooks - explosiv gewachsen. Bei Smartphones errechnete die Marktforschungsfirma Canalys für das vergangene Quartal einen Absatzrückgang von 18 Prozent. (me)
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