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Die technischen, organisatorischen und ökonomischen Erfordernisse und deren Umsetzungsmöglichkeiten werden in einer Machbarkeitsanalyse systematisch ermittelt.
Während der Produktentwicklung werden in kurzen Entwicklungsschleifen Designverifizierungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass der in der betreffenden Phase aktuelle Designstand die Vorgaben der Produktspezifikation erfüllt.
„Design for Manufacturing“ mittels Computersimulation ermöglicht Toleranzuntersuchungen von Einzelteilen und Baugruppenmontagen. „Robust Design“ mittels Computersimulation wird für Untersuchungen von Relaisfunktionen (z.B. Ansprechwerte, Rückfallwerte, Kräfte, Überhub) und Prozessfunktionen (z.B. Spritzgießen, Nieten, Schweißen) angewendet.
„Rapid Prototyping“ stellt anhand von CAD-Daten auf schnellem Weg Musterteile für den Prototypenbau zur Verfügung, so dass die Verifikation auch labortechnisch abgesichert werden kann.
Eine effiziente Methode des modernen Projektmanagements ist das Simultaneous Engineering, bei dem durch erhöhten Informationsaustausch während der parallelisierten Produkt- und Prozessentwicklung kosten- und zeitaufwendige fertigungsbedingte Konstruktionsänderungen in der Hochlauf- oder Fertigungsphase vermieden werden.
Auf Komponentenebene (Relais) wird mittels Failure Modes, Effects and Diagnostics Analysis (FMEDA) eine Sicherheitsanalyse nach ISO 26262 (Road vehicles – Functional safety) dokumentiert.
Falls keine Sicherheitsanforderungen von Kunden vorliegen, kann das Relais als Safety Element out of Context (SEooC) untersucht werden. Dabei wird anhand des Erwartungswerts für die Ausfallrate (zufällige Fehler) und den relaisspezifischen Ausfallarten für jedes Sicherheitsziel die Hardwarearchitektur analysiert.
Die Freigabe von Automotive-Relais
Die Serienfertigung von Relais erfolgt in automatisierten Fertigungslinien mit gebräuchlichen und überall bekannten Materialien und Verfahren. Die Fertigungs- und Produktfreigabe wird mit Erstmustern durchgeführt, die mit serienmäßigen Fertigungsmitteln unter serienmäßigen Bedingungen in einem repräsentativen Produktionslauf hergestellt wurden.
Für Automobilrelais gibt es im Gegensatz zu Signal- und Netzrelais keine international anerkannten Zulassungen wie UL, VDE oder CCC. Die technischen Freigaben erfolgen anhand kundenspezifischer Spezifikationen und orientieren sich hinsichtlich des Dokumentationsumfangs am Production Part Approval Process (PPAP).
Der Nachweis, dass die spezifizierten Lasten unter den festgelegten Betriebs- und Umgebungsbedingungen durch die Relaiskonstruktion, den Fertigungsprozess und richtige Anwendung im Schaltungsumfeld der Applikation beherrscht werden, erfolgt durch einen Erstmusterprüfbericht. Entsprechend der vereinbarten Vorlagestufe werden die Freigabeunterlagen zusammen mit der vereinbarten Anzahl an Erstmustern dem Kunden vorgelegt.
Mit dieser standardisierten PPAP-Dokumentation wird dargelegt, dass das entwickelte Relais in einer Serienfertigung mit der vereinbarten Produktionsrate hergestellt werden kann und alle vereinbarten Anforderungen dauerhaft erfüllt sind.
* Peter Kaiser arbeitet als Applikationsingenieur EMEA bei TE Relay Products in Berlin.
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