Embedded-Systeme

Entwickeln mit Embedded-COM-Modulen

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Embedded-Systementwicklung mit ARM-Modul

Der Bootloader übernimmt bei ARM-basierenden Rechnern dieselbe Funktionalität wie das BIOS für x86-Module. Die vom COM-Hersteller mitgelieferten Bootloader sind im Allgemeinen so vielseitig und universell aufgebaut, dass nur im Ausnahmefall Änderungen daran vorgenommen werden müssen. Doch ist dies durchaus möglich, da der Bootloader nicht gekapselt ist wie das BIOS, sondern im Quellcode vorliegt. Dafür sind weitreichendere Hilfsmittel notwendig als für x86-Prozessoren und gegebenenfalls auch der direkte Zugriff auf den JTAG-Port des verwendeten Qseven-Moduls. Für letzteres stehen dann optionale Debug-Adapterkarten zur Verfügung, die über Flachkabel mit dem JTAG-Connector des Moduls verbunden werden können.

Für die generelle Entwicklungsarbeit mit ARM-basierenden COM-Modulen hat MSC eine hilfreiche Funktionalität auf einem populären Applikationsboard realisiert, die die Notwendigkeit eines JTAG-Debuggers weitgehend entbehrlich macht: das MSC Q7-MB-EP4 erlaubt den Anschluss eines Debug-Terminals (oder eines PC mit Terminal-Emulationsprogramm), um die Statusmeldungen von Bootloader und Betriebssystems darzustellen.

Das Basisboard macht sich den Umstand zunutze, dass das Qseven-Modul diese Statusinformationen des Systems auf einer bestimmten seriellen Kommunikations-Schnittstelle ausgibt, die auf dem EP4 zugänglich gemacht wird. Bootloader und Linux-Betriebssystem geben detaillierte Meldungen auf dieser Schnittstelle aus, die für Debug-Zwecke wertvolle Dienste leisten. Und für das Debuggen der Applikationssoftware kann sich der Anwender jede Art weiterer Ausgaben in das zugehörige Software-Modul hineinlegen. Darüber hinaus stehen für die Anwendungsentwicklung dieselben rechnergestützten Testhilfsmittel zur Verfügung wie bei der x86-Entwicklung.

Auch für ARM-basierende Module finden sich im Support-Center auf der MSC-Website die benötigten Treiber und BSPs für die Entwicklung mit Linux und Windows Embedded Compact 7. Daneben gibt es noch Downloads für komplette lauffähige Images mit beiden Betriebssystemen sowie für das MSC Linux LDK (Linux Development Kit). Dieses basiert auf dem Yocto-Project und umfasst das Root Filesystem, Bootloader und Linux Kernel Images. Während des Kompilationsvorgangs werden benötigte Source-Dateien entweder von MSCs GIT-Server oder aus dem Internet nachgeladen.

Sogar die notwendigen Software-Werkzeuge wie Cross-Compiler, Assembler und Linker können vom GIT-Server herunter geladen werden. Die dafür benötigten Registrierungen und Autorisierungen lassen sich schnell und unbürokratisch erledigen.

* * Peter Eckelmann ist Product Marketing Manager für Embedded Module und Boards bei MSC Technologies.

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