Testverfahren auswählen

Entscheidungsmatrix für Baugruppentests optimiert Prozesse zwischen Entwicklung und Prüffeld

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Auswahlkriteriengruppen gegeneinander gewichten

Zuletzt werden die Kriterien oder Kriteriengruppen gegeneinander gewichtet. Wichtige Kriterien können dadurch in Ihrer Wertigkeit noch mal angehoben oder abgeschwächt werden. Zusätzlich ist noch eine Abhängigkeitsberechnung über die zu fertigende Gesamtmenge der Baugruppen notwendig. Einzelabhängige Kriterien wie Prüfzeiten pro Baugruppe müssen stärker ins Gewicht fallen, je höher die zu fertigende Menge der Baugruppen sind.

Das kann durch einen Abhängigkeitsfaktor erfolgen und erhöht die Gewichtung der einzelabhängigen wirtschaftlichen Kriterien über die Abhängigkeit der zu testenden Gesamtmenge der Baugruppen.

Aus dieser Entscheidungsmatrix lassen sich die Testverfahren mit der höchsten Bewertung und der besten Testabdeckung auswählen. Die Ergebnisse der Entscheidungsmatrix können zusätzlich in die drei Überprüfungsstufen unterteilt werden.

Die Werte innerhalb der Entscheidungsmatrix, sowohl für die Testabdeckung in Prozent als auch die Maßzahlen der wirtschaftlichen Kriterien sind somit vergleichbar. Testverfahren innerhalb der gleichen Überprüfungsstufe sind dabei vorteilhafter zu bewerten je höher die Testabdeckung und die wirtschaftlichen Kriterien sind. Die Gesamtergebnisse aus der Entscheidungsmatrix lassen sich grafisch aufbereiten.

Unklare Konstellationen im Vorfeld simulieren

Auf der x-Achse finden sich die Maßzahlen der wirtschaftlichen Kriterien, auf der y-Achse wird die Testabdeckung in Prozent angegeben. Je mehr sich die Blasen im rechten oberen Viertel des Diagramms befinden, desto günstiger ist die wirtschaftliche Bemessung und desto besser ist die Testabdeckung für das jeweilige Testverfahren.

Werden Einzelkriterien oder die Bewertung der Kriterien im Entscheidungsverlauf verändert, wirkt sich das für das einzelnen Testverfahren günstig oder ungünstig aus. Unklare Konstellationen lassen sich im Voraus simulieren und technische Gegebenheiten der Baugruppe für zukünftige Testverfahren anpassen.

Kriterien, Maßzahlen und Gewichtungen sind für andere Entscheidungsfälle sehr flexibel und ganz individuell anzupassen. Selbst Erweiterungen mit zukünftigen Testverfahren oder verbesserten Technologien können in die Entscheidungsmatrix mit eingebunden werden.

Ein generelles Augenmerk muss zukünftig auf den effizienten Einsatz von Testverfahren gelegt werden, damit Elektroniken ausfallsicherer getestet und dabei sowohl wirtschaftliche wie auch Umwelt- und Energieressourcen vorteilhaft genutzt werden können. Interne Prozesse bei tecnotron sollen verbessert werden und die Kundenzufriedenheit gehalten werden.

* * Marcus Lau hat den Fachbeitrag im Rahmen seiner Diplomarbeit bei tecnotron verfasst.

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