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Schnelle Wege zu Innovation und Akzeptanz
In der Offenlegung von Schnittstellen sehen die Experten eine weitere wichtige Voraussetzung für die Interoperabilität. Sie empfehlen, Projektergebnisse unter einer Open-Source-Lizenz freizugeben und die Offenlegung von Schnittstellen zur Auflage für zukünftige BMBF-Projektförderungen zu machen.
Damit die Potenziale dieser neuen Anwendungen im Gesundheitswesen auch ausgeschöpft werden, sollten Ärzte, Krankenschwester und Pfleger in technischer und in organisatorischer Hinsicht künftig eng eingebunden werden. Für den Haushalt schlägt die Arbeitsgruppe die Einführung eines „AAL-Passes“ vor, der die AAL-Tauglichkeit der Wohnung oder des Wohnhauses belegt. So kann beispielsweise die Verfügbarkeit breitbandiger Internetzugänge und Installationsmöglichkeiten für Assistenzsysteme geprüft werden.
Ein sinnvolles Mittel zur weiteren Förderung von Innovationen und zur Steigerung der Akzeptanz für AAL-Anwendungen in der Bevölkerung sieht die Expertengruppe in der Ausschreibung von Wettbewerben zu Themen wie Sturzerkennung und innovative Notrufsysteme.
Weißbuch zu AAL-Standards in Arbeit
Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Schnittstellenintegration und Interoperabilität“ der BMBF/VDE-Innovationspartnerschaft sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Markteinführung von AAL-Anwendungen.
„Als konkrete Ziele hat sich die Arbeitsgruppe vorgenommen, den aktuellen Stand der Technik in Bezug auf Interoperabilität zu analysieren, Problembereiche und Lücken in den bestehenden Standards und Normen zu identifizieren und auf dieser Basis Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Interoperabilität bei AAL-Komponenten und -Anwendungen zu formulieren“, argumentieren die Autoren. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sollen als Studie in Form eines Weißbuchs veröffentlicht werden.
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