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Qualitätssicherung durch qualifizierte Prozesse
Zu den Basisangeboten in puncto Qualitätssicherung gehören Zertifizierungen wie ISO 9001 oder EN 14001. Weitere Zertifizierungen zeigen an, für welche Branche ein EMS-Anbieter seine Prozesse optimiert. Bei der Auswahl eines Fertigungspartners sollten insbesondere folgende Punkte hinterfragt werden:
- ESD-Schutz und ESD-Management
- MSL-Management für feuchteempfindliche Bauteile
- Rückverfolgbarkeit von Baugruppen sowie Komponenten und Technologien
Beim Fertigungsrundgang ist es wichtig, dass ein wirklich gelebtes System mit technischen Einrichtungen, Vorschriften, Überprüfungsprotokollen und Abstellmaßnahmen vorgestellt wird. Verbale Bekenntnisse reichen nicht zur Beurteilung. Bei einer geplanten, längerfristigen Zusammenarbeit sollten Logistik-Angebote besprochen werden:
- Wie erfolgt die Lagerhaltung?
- Sind Rahmenverträge, Liefervereinbarungen, Logistik-Verträge, QS-Vereinbarungen möglich und üblich?
- Welche Verpackungslösungen werden angeboten? (ESD-Schutz)
- Sind Konsignationsläger möglich?
- Ist eine datentechnische Anbindung an die Lieferanten-Systeme möglich? Welche Kundensysteme werden unterstützt?
Von After-Sales-Service und Reparatur
Für die Reparatur von Baugruppen ist neben gut geschultem Personal auch eine Reihe von technischen Einrichtungen nötig, die das fachgerechte Entfernen und Neubestücken sicherstellen. Das erfolgt an extra dafür eingerichteten Arbeitsplätzen.
Zur Fehlersuche reichen eine optische Inspektionen und Serien-Prüfprogramme meist nicht aus. Um eine Fehlerursache einzugrenzen, müssen erfahrene Prüftechniker oft in Zusammenarbeit mit den Entwicklern der Schaltungen neue Strategien erarbeiten.
* Dr. Siegfried Riedel ist Leiter Vertrieb für die Bereiche Electronic Manufacturing Services (EMS) und Engineering bei dresden elektronik.
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