Schaltschränke

Einfache Kabel- und Leiterführung zur Schaltschranktür

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Das Beste aus beiden Systemen zusammengeführt

Das Kabelführungssystem CGS vereint die Vorteile beider Systeme – es wurde speziell für die Leitungs- und Kabelführung vom Schaltschrankinnern zur -tür ausgelegt. Entscheidend dabei ist, dass die Tür sich bewegt – deswegen muss das Kabelführungssystem an die Bewegung der Tür ausgerichtet werden.

Die Lösung besteht darin, dass das Kabelführungssystem wie ein Gelenk funktioniert. Die beiden Flansche werden in der Tür oder an der Schaltschrankwand befestigt – dabei dienen sie gleichzeitig als Einführung für die Kabel und Leitungen.

Das Kabelführungssystem besteht aus zwei Schenkeln und drei Gelenken (Bilder 1 und 2). Durch diese Konstruktion ist der Bewegungsradius und damit auch der Platzbedarf des Systems bereits definiert. Dieser Umstand erleichtert die Abbildung des Systems im CAD (Bild 3).

Das Kabelführungssystem wird mit den vormontierten Flanschen ausgeliefert. In diese Flansche ist eine Nut für einen Kabelbinder integriert, der für die Zugentlastung sorgt. Mit der Zugentlastung lassen sich das Gewicht der Leitungen und die Bewegung gut abfangen.

Es gibt es zwei Positionen, an denen der Binder befestigt und an die Dicke des Kabelbaumes angepasst werden kann. Das Bohrbild der Flansche wurde zudem an die gängigen Lochraster der Schaltschrankhersteller angepasst – damit erübrigt sich bei vielen Anwendungen aufwändiges Nacharbeiten wie beispielsweise Bohren.

Leitungen und Kabel einfach einlegen

Weil sich die Drehpunkte öffnen lassen, können Leitungen und Kabel auch mit Steckverbindern sowie gebündelt eingelegt werden. Dazu dienen farbige Kulissen in den Drehpunkten, die im geschlossenen Zustand verrasten und damit verhindern, dass die Leitungen wieder herausrutschen. Durch die Farbe hebt sich die Kulisse vom Rest des Systems ab. Auf diese Weise lässt sich stets gut erkennen, ob das Gelenk geschlossen oder geöffnet ist (Bild 4).

Das CGS-Führungssystem gibt es in zwei Ausführungen. Die Standard-Variante verzichtet auf die drehbaren Kulissen – die Leitungen werden durch die kurzen Durchlässe im Gelenk gefädelt. Dieses System eignet sich immer dann, wenn keine vorverdrahteten Steckverbinder zum Einsatz kommen – und wenn eine kostengünstige Lösung gewünscht wird.

Die aufwändigere „Avcanced“-Variante CGSA verfügt über die oben beschriebenen drehbaren Kulissen, in die vorverdrahtete Kabelbäume auch mit Steckverbinder eingeführt und auch nachgeführt werden können. Mit den als Zubehör erhältlichen Hauben, die paarweise geliefert werden, lässt sich das Führungssystem vollständig schließen – dabei werden die Leitungen besonders sorgfältig geschützt.

Die tragenden Bestandteile des Führungssystems sind aus Polycarbonat gefertigt, das eine hohe Festigkeit aufweist. Das Material ist auch unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Zudem genügen alle CGS-Bestandteile der Brennbarkeitsklasse V0 nach UL 94.

* Ruben Winter arbeitet im Produkt Marketing Clipline Energy, Industrial Cabinet Connectivity, bei Phoenix Contact in Blomberg.

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