Earth Hour am 23. März 2024 Eine Stunde Dunkelheit: Licht aus, Klimaschutz an - die Earth Hour steht an

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Seit über 15 Jahren knipsen Menschen weltweit an einem März-Samstag für eine Stunde das Licht aus, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimaschutz zu lenken. An diesem Samstag (23.03.2024) ist es wieder so weit, in vielen deutschen Städten wird es am Abend insbesondere bei sonst beleuchteten öffentlichen Gebäuden, aber auch in Privathaushalten zappenduster.

Zur Earth Hour schalten Stadtverwaltungen und Privatpersonen das Licht ab, um auf den Klimaschutz hinzuweisen.(Bild:  WWF Deutschland)
Zur Earth Hour schalten Stadtverwaltungen und Privatpersonen das Licht ab, um auf den Klimaschutz hinzuweisen.
(Bild: WWF Deutschland)

2007 startete der WWF Australia mit der Initiative Earth Hour eine Aktion, an der sich seither rund um den Globus Millionen von Menschen beteiligen. Zur Earth Hour an einem Samstag im März eines Jahres schalten um 20:30 Uhr Ortszeit Privatpersonen und Stadtverwaltungen Beleuchtungen im Innen- und Außenbereich für eine Stunde ab, um damit an den Klimaschutz zu erinnern.

Und Sie ahnen es schon:An diesem Samstag, den 23. März 2024, ist es wieder so weit. Wundern Sie sich also nicht, wenn es um halb neun am Abend etwas dunkler draußen wird!

Dunkelheit für den Umweltschutz

Als die Aktion ursprünglich im Jahr 2007 ins Leben gerufen wurde, verfolgten die Initiatoren ein genaues Ziel, nämlich die Reduktion des CO₂-Ausstoßes pro Kopf in der größten australischen Stadt Sydney innerhalb eines Jahres um fünf Prozent. Die Earth Hour selbst sollte dabei auf die Energieverschwendung durch unnötige Beleuchtungen hinweisen. Bereits im Folgejahr entwickelte sich die Earth Hour zu einem globalen Ereignis.

Sorgen, dass das flächenweite Abschalten und anschließend gleichzeitige Anschalten der Licht spendenden Stromverbraucher Probleme in der Stabilität der Stromnetze verursachen könnten, konnten in den vergangenen Jahren zerstreut werden. Jedoch gibt es andere Kritik, die an der Aktion geäußert werden.

Von Ökolampen und Lichtverschmutzung

Bereits im Jahr 2007 ließ die taz das Öko-Institut vorrechnen, dass es sinnvoller wäre, würden nicht (damals noch) für fünf Minuten alle Lichter im Land abgeschaltet, sondern wenn 50 Prozent der gewöhnlichen Glühlampen gegen Energiesparlampen getauscht werden würden. Im Zitat sieht das so aus (ja, uns ist bekannt, dass Glühbirne nicht der richtige Begriff ist, aber es ist eben ein Zitat!): „Wenn 50 Prozent aller deutschen Haushalte für fünf Minuten das Licht ausschalten, werden deutschlandweit 343 Tonnen CO₂ eingespart. Wenn 50 Prozent gewöhnliche Glühbirnen gegen Energiesparlampen tauschen, spart das in einem Jahr 2,5 Millionen Tonnen CO₂. Das sind 7.000-mal so viel. Das ergab eine Berechung des Öko-Institutes im Auftrag der taz.“

Diese Berechnung hat sichtlich ein paar Jahre auf dem Buckel, denn inzwischen sind LED-Lampen weitverbreitet, die wesentlich weniger Strom verbrauchen, als die Glühlampen, die noch 2007 viel genutzt wurden.

Die Kritik des gemeinnützigen Vereins Paten der Nacht, der sich gegen Lichtverschmutzung einsetzt, ist allerdings nach wie vor angebracht. Die Earth Hour erinnert nämlich nur an den Klimaschutz, aber es gibt noch andere schützenswerte Bereiche - etwa die Dunkelheit der Nacht.

Pro Jahr werden die Nächte in Europa heller und heller, und das nimmt nicht nur negativen Einfluss auf den Hell-/Dunkelheitsrhythmus der Menschen, sondern auf den jedes Lebewesens. Mehr über die Licht- oder, genauer gesagt, Dunkelheitsverschmutzung erfahren Sie auf der Webseite der Paten der Nacht(sb)

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