Mit Reflexionsmessungen lässt sich der Teil des Signals messen, der in das Testobjekt eingespeist wird, dieses aber nicht durchläuft. Stattdessen misst die Reflexionsmessung das Signal, das durch Reflexion zurück zur Quelle geht. Die häufigsten S-Parameter-Reflexionsmessungen sind S11 und S22.
Frequenzmessungen mit Wobbeln sind hilfreich, weil die interne Quelle die vom Anwender vorgegebenen Frequenzen und Schritte automatisch abarbeitet. Es lassen sich unterschiedliche Messungen durchführen: S-Parameter, einzelne Ereignisse und reflektierte Wellen, Betrag, Phase, SWR oder Impedanz. Das Bild 2 zeigt ein Beispiel für eine Übertragungsmessung eines passiven Filters mit gewobbelter Frequenz. Die hier gezeigte S21-Messung verdeutlicht die Bandbreiten-Leistung im Durchlassbereich, die auch als 6-dB-Antwort definiert wird. Die Messergebnisse lassen sich dann mit den Zielen des Filterdesigns oder der Spezifikation des Herstellers vergleichen.
Bildergalerie
USB-basierte VNAs und das IoT-Design
Frequenzmessungen mit Wobbeln lassen sich auch dazu verwenden, Reflexionen des Eingangssignals zu messen. Diese Signalanteile werden zwar in das Testobjekt eingespeist, aber nicht übertragen, sondern durch das Testobjekt reflektiert. Mit den Messungen von S11 (oder Sxx) kann der Anwender die Leistung des Testobjektes überprüfen und entsprechend mit der Spezifikation vergleichen. Das Bild 3 zeigt ein Beispiel für eine Gewinn-Dämpfungsmessung einer Antenne. Im Durchlassbereich der Antenne wird der größte Teil des Signals übertragen, so dass die Messung der Reflexion ein Ergebnis von Null liefert.
Die wachsende Verbreitung von IoT-Geräten hat eine Verschiebung zu neuen Workflows und kostengünstiger Messtechnik zur Folge. Entwickler von IoT-Geräten setzen vorqualifizierte Hochfrequenz-Module ein und versuchen HF-Tests möglichst zu vermeiden. In vielen Fällen ist das darauf zurückzuführen, dass die Hochfrequenz-Experten die teuren Highend-Geräte gemeinsam nutzen müssen. Besonders bei Zeitdruck ist das keine ideale Situation. Allerdings lassen sich bei drahtlosen Produkten immer häufiger die von den Modul-Herstellern zur Verfügung gestellten Antennen nicht nutzen.
Diese Produkte erfordern extrem kostengünstige und kompakte Designs und kundenspezifische Bauformen, die ergonomisch auf den menschlichen Körper oder die Arbeitsumgebung angepasst sind. Obwohl die Produkte kostengünstig sind, müssen kundenspezifische Antennen und HF-Komponenten entwickelt und gefertigt werden. Auch die Art und Weise, wie getestet wird, ändert sich. Bisher war es schwierig, Hochfrequenz-Instrumente und Messtechnik mit der geforderten Leistung und den notwendigen Fähigkeiten zu einem erschwinglichen Preis zu finden. Das hat sich seit den USB-basierten VNAs und Spektrumanalysatoren geändert. Sie kosten 40 bis 50 Prozent weniger als konventionelle Benchtop-Instrumente.
Vorteile eines USB-basierten Geräts
USB-basierende Instrumente verzichten oft auf fehleranfällige Teile, wie ein integriertes Display, Bedienknöpfe oder einen internen PC für die Signalverarbeitung. Stattdessen steuert und bedient der Anwender das Instrument über einen PC, Laptop oder Tablet, der eine proprietäre Signalanalyse-Software ausführt. Tektronix hat einem USB-basierten VNA mit 2-Port-, 2-Pfad-S-Parameter entwickelt, dessen Frequenzbereich von 100 kHz bis 6 GHz reicht, der Dynamikbereich >122 dB ist und die Ausgangsleistung von -50 bis 7 dBm reicht. Das Gerät enthält ein eingebautes Bias-Tee, das für beide Ports zugänglich ist und womit sich aktive Bauteile speisen lassen.
Entwickler müssen immer mehr eigene Antennen entwickeln, um standardisierte Wireless-Module nutzen zu können. Jedoch beeinflusst die Leistung der Antenne direkt die Kommunikationsreichweite und Qualität des Funksystems. Deshalb sollte die Antenne mit einem VNA vollständig charakterisiert werden und die maximale Leistung wird übertragen. Impedanz-Fehlanpassungen zwischen der Anschlussleitung und der Antenne verursachen Signalreflexionen am Einspeisepunkt der Antenne. Wegen der Reflexionen erreicht nicht die ganze verfügbare Leistung die Antenne und die Feldstärke des ausgestrahlten Signals wird reduziert.
Die enthaltene Software steuert und kalibriert das Messgerät über die Point-and-Click-Schnittstelle. Für automatische Testsysteme unterstützt die Software auch SCPI-Befehle. Zudem besteht eine Befehls-Kompatibilität mit weitverbreiteten älteren VNAs. Über den Offline-Modus lassen sich Daten analysieren und das Ausgabedatei-Format ist kompatibel zu gängigen EDA-Simulations-Tools.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
* Dylan Stinson ist HF-Produktmanager bei Tektronix in Portland, Oregon.