Hellste LED im Fahrzeug Ein komplettes Abblendlicht aus einer einzigen LED

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Ein von Osram Opto Semiconductors entwickelter LED-Prototyp für Autoscheinwerfer besitzt eine dreimal höhere Helligkeit als bisherige Leuchtdioden für diese Anwendung. Mit 1400 Lumen aus nur einer einzigen LED könnte in Zukunft bereits ein ganzes Abblendlicht realisiert werden.

Dr. Ulrich Steegmüller, Forschungs- und Entwicklungsleiter (CTO) bei Osram Opto Semiconductors: Komplettes Abblendlicht aus einer LED.(Osram Opto Semiconductor)
Dr. Ulrich Steegmüller, Forschungs- und Entwicklungsleiter (CTO) bei Osram Opto Semiconductors: Komplettes Abblendlicht aus einer LED.
(Osram Opto Semiconductor)

Im Unternehmensjargon ist der Begriff „Innovation“ eine gängige Beschreibung für besonders neuartige Produkte, Prozesse oder Methoden. „Unser Ziel ist es, kontinuierlich neue Techniken zu entwickeln und bis zur Marktreife zu bringen“, erklärt Dr. Ulrich Steegmüller, Forschungs- und Entwicklungsleiter (CTO) bei Osram Opto Semiconductors. „Auf der Basis neuer technologischer Konzepte lassen sich innovative Prototypen oder Produkte realisieren, die unseren Kunden eine Lösung für ein Problem bieten, das bisher so nicht beherrschbar war.“

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„Um Innovationen hervorzubringen, ist es zunächst wichtig, signifikant in die Forschung und Entwicklung im eigenen Unternehmens zu investieren“, führt der CTO von Osram Opto Semiconductors weiter aus. „Nur mit dem entsprechenden technischen und wissenschaftlichen Know-how können neue Ansätze und Anwendungsgebiete erschlossen und dadurch die Eigenschaften von Produkten verbessert werden.“

An erster Stelle bei der Autobeleuchtung

Hierbei profitiert das Regensburger Unternehmen auch von seinem jahrzehntelangen Erfahrungsschatz im Opto-Halbleiter-Bereich. Heute steht es weltweit an erster Stelle bei der Automobilbeleuchtung und bei Projektionsanwendungen sowie auf dem zweiten Platz bei Anwendungen im Industriebereich. Diese Expertise in verschiedenen Einsatzgebieten wirkt sich doppelt positiv aus, da Erkenntnisse aus der Forschung und Entwicklung eines Bereichs auf einen anderen übertragen werden können.

Hinzu kommt die Zusammenarbeit und der Kompetenzaustausch mit anderen Unternehmen: Innovationen lassen sich oftmals nur mit Partnern kreieren, die entsprechendes Wissen aus ihrem speziellen Umfeld mitbringen. Derzeit ist Osram Opto Semiconductors an mehreren Forschungsprojekten von Bund oder EU mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft beteiligt – sowohl in leitender Funktion als auch als Partner.

„Doch gute Ideen alleine genügen nicht, es müssen auch die richtigen sein“, sagt Steegmüller weiter. „Es gilt daher, die eigene Technologieentwicklung – beispielsweise in neuen Materialien und Produktionsprozessen – mit einem vertieften Verständnis der Kundenanforderungen bestmöglich zu kombinieren.“

Die Forschung allein reicht nicht

„Impulse für neue Entwicklungen finden wir also nicht nur durch eigene Forschung, auch unsere Kunden machen uns auf Probleme aufmerksam, für die wir versuchen, Lösungen zu finden“, erklärt Steegmüller. Im Hinblick auf diese Überlegungen entwickelt das Hightech-Unternehmen Verbesserungen und Neuheiten, wie in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten µAFS-Projekt.

„Hier arbeiten wir mit unseren Verbundpartnern an der Fahrzeugbeleuchtung von morgen – einer hochintegrierten Lösung für adaptives Frontlicht.“ Den ersten Meilenstein haben die Projektpartner bereits erreicht: Einen Chip mit 256 Leuchtpunkten (Pixel). „Das Projektziel ist die Entwicklung eines besonders exakt zu steuernden Scheinwerfers, bei dem das Fernlicht während der ganzen Fahrt an bleiben kann und andere PKWs einfach ausblendet. Dadurch nimmt der Fahrer veränderte Straßenverhältnisse sowie andere Verkehrsteilnehmer deutlicher und besser wahr“, zeigt der CTO das Prinzip auf.

Abschließend resümiert Steegmüller: „Innovationen brauchen oft Zeit, bis sie Marktreife erlangen – aber nur mit visionären Ideen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln, können Innovationen hervorgebracht werden. Ohne neue Ziele würden Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft stagnieren. Deshalb freuen wir uns jeden Tag über neue Herausforderungen, die nach einer außergewöhnlichen Antwort verlangen.“

Als Beispiel nennt der CTO die Entwicklung des Prototyps der bisher hellsten weißen LED für Autoscheinwerfer. Damit könnte in Zukunft bereits ein komplettes Abblendlicht realisiert werden, das deutlich kompakter ist als bekannte Varianten: Jede Lichtfunktion wird kleiner sein als eine Streichholzschachtel. Damit ergeben sich in Zukunft völlig neue Optionen für das Automobildesign – aber welche davon schließlich verwirklicht werden, hängt stark davon ab, wie aufgeschlossen wir Endverbraucher gegenüber ungewöhnlichen Neuerungen tatsächlich sind.

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