Pulsoximetrie Echtzeitfähiges Rohplethysmogramm ermöglicht bessere Diagnosen
Die klassische Pulsoximetrie ist einer der Standardparameter der medizinischen Messtechnik. Neben Messwerten wie Puls und Blutsauerstoffsättigung lassen sich weitere Informationen aus den Signalen gewinnen.
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Mit dem Pulsoximetriemodul ChipOx von Corscience soll ein 24-Bit-Rohplethysmogramm ausgeben werden können. Anhand dieser Messdaten ist eine Pulswellenanalyse möglich. Damit sind Aussagen über die Verkalkung und das biologische Alter der Gefäße oder den Blutdrucktrend möglich.
Unter der Pulsoximetrie wird ein nichtinvasives Verfahren verstanden, das die Sauerstoffsättigung im Blut bestimmt. Ihm liegt das Prinzip der Spektralphotometrie zu Grunde. Wird eine homogene Substanz mit Licht einer bestimmten Wellenlänge durchstrahlt, so lässt sich die absorbierte Lichtmenge als Verhältnis von eintretender zu austretender Lichtintensität darstellen. Enthält die zu untersuchende Probe mehrere Substanzen mit unterschiedlichen Absorptionsverhalten, so ergibt sich der Koeffizient der Probe aus der Addition der einzelnen Absorptionskoeffizienten. Sind die Dicke der Probe und der Absorptionskoeffizient bekannt, so lassen sich Rückschlüsse auf die Konzentration einer bestimmten Substanz in der Probe treffen.
Bei der Messung der Sauerstoffkonzentration des Blutes ergibt sich jedoch das Problem, dass alle Hämoglobinfraktionen optisch aktiv sind und somit keine differenzierte Messung möglich ist. Da sich im Finger oder im Ohr auch noch ständig die Blutmenge, also die Probendicke ändert, ist lediglich ein Verhältnis, die Sauerstoffsättigung, bestimmbar.
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