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Tests auf der Rennstrecke von Silverstone
Der Supersportwagen verfügt auch über eine Plug-in-Ladefunktion für Märkte mit öffentlichen oder privaten Ladenetzen, die im Idealfall mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden.
Ein erster Entwicklungsprototyp des Supersportwagens – auf der Basis der AT96-Turbinenkonfiguration für Flugzeugtreibstoff – wurde von Techrules-Partnern für Spezialfahrzeugtechnik in Italien und Großbritannien produziert. Im Februar 2016 begannen die ersten Tests auf der berühmten Rennstrecke von Silverstone in Großbritannien.
Beim Supersportwagen-Konzeptfahrzeug ergibt sich mit Plug-in-Akkustrom allein eine Reichweite von 150 km bzw. bei Einsatz des TREV-Range-Extenders eine Gesamtreichweite von mehr als 2000 km aus 80 Litern des Flugzeugtreibstoffs Kerosin – oder einem Kraftstoff mit einem vergleichbaren Brennwert.
Bei 350 km/h wird elektronisch abgeriegelt
Die kombinierte Antriebsleistung beläuft sich auf 768 kW (1044 PS), wobei für das maximale Radmoment mehr als 8600 Nm errechnet wurden. Mit so viel direkt und unmittelbar verfügbarer Leistung weist das Supersportwagen-Konzeptfahrzeug Spitzenkennwerte auf, die den heutigen Supersportwagen in nichts nachstehen: 0 - 100 km/h in 2,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf 350 km/h abgeregelt.
Der zukünftige Serien-Supersportwagen soll deutlich leichter werden
Der Kraftstoffverbrauch im reinen Plug-in-Betrieb soll gerade einmal 0,18 l/100 km betragen. Mit einer vollen, nur vom TREV-System bereitgestellten Ladung wird der Kraftstoffverbrauch auf etwa 4,8 l/100 km geschätzt.
Das Entwicklungsfahrzeug hat derzeit ein Leergewicht von 1380 kg. Das Ziel für den zukünftigen Serien-Supersportwagen ist ein Trockengewicht unter 1000 kg.
Kernstück des Konzeptfahrzeugs ist ein Kohlefaser-Monocoque für beispiellose Torsionssteifigkeit und Insassenschutz. Die Karosserie und die Schmetterlingstüren bestehen ebenfalls aus gewichtssparender Kohlefaser.
Der hintere Hilfsrahmen trägt die Hauptkomponenten des Range-Extenders wie Mikroturbinen-Generator, die direkten Nebensysteme sowie die Kühlung für die elektrischen Fahrmotoren, das Akkupack, die Heckmotoren und die Umrichter.
Flüssigkeitskühlung sorgt für optimale Akku-Betriebstemperatur
Unter der Kohlefaserkarosserie verläuft entlang der Längsachse des Autos ein T-förmiges Akkupack, das im Innenraum genauso wie ein Getriebetunnel in einem Auto mit Frontmotor und Heckantrieb aussieht. Das Akkupack verfügt über eine Flüssigkeitskühlung, um eine optimale Betriebstemperatur für die Zellen beizubehalten.
Das Akkupack besteht aus 2376 einzelnen, maximal betriebssicheren Lithium-Manganoxid-Rundzellen vom Typ 18650 mit einer nutzbaren Nennkapazität von 20 kWh und einer Spannung von 760 V. Dank des intelligenten Batteriemanagementsystems kann das Akkupack in dieser Konfiguration in ca. 40 Minuten vom Turbinen-Generator geladen werden.
Antrieb mit 6 E-Motoren
Das Konzeptfahrzeug wird von sechs elektrischen Fahrmotoren angetrieben, die jeweils 13 kg wiegen und mit einem eigenen Umrichter gekoppelt sind. Die Vorderräder werden jeweils von einem einzigen Motor, die Hinterräder von einem Motorpaar angetrieben.
Der Hauptvorteil von zwei kleineren Motoren anstatt eines einzelnen größeren Motors für jedes Hinterrad liegt im effizienteren Einbau und der einfacheren Montage am Monocoque.
Der Aufbau mit sechs Motoren und unabhängiger Stromeinspeisung für jedes Rad bietet eine ideale Konfiguration für das Torque-Vectoring, das von einem elektronischen Steuergerät gesteuert wird. Das Vierwege-Torque-Vectoring gewährleistet maximale Kurvenfahrstabilität bei hoher Geschwindigkeit und ermöglicht den Verzicht auf komplexe und schwere mechanische Differentiale.
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