Meilenstein für zukünftige Datenräume Digitaler Zwilling: Verwaltungsschale standardisiert

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die Industrial Digital Twin Association (IDTA) hat die Version 3 der Spezifikation für das Informationsmodell der Verwaltungsschale veröffentlicht. Dieses Modell bildet die Grundlage für den standardisierten Digitalen Zwilling in der Industrie.

Eine Arbeitsgruppe der IDTA entwickelte die Version 3.0 der Spezifikation für das Informationsmodell der Verwaltungsschale eines Digitalen Zwillings.(Bild:  IDTA)
Eine Arbeitsgruppe der IDTA entwickelte die Version 3.0 der Spezifikation für das Informationsmodell der Verwaltungsschale eines Digitalen Zwillings.
(Bild: IDTA)

In vier Teilen beschreibt die Spezifikation, wie Unternehmen Informationen in der Verwaltungsschale aufbereiten und strukturieren können. Die neue Version ist einsatzbereit für die sofortige Implementierung im Unternehmen. Zukünftige Updates und Erweiterungen werden abwärtskompatibel sein. Laut IDTA verfügt die Branche mit der Spezifikation der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) in Version 3.0 erstmals über einen Standard für den industriellen Digitalen Zwilling. Dieser bietet Investitionssicherheit und ebnet den Weg für einen Innovationsschub.

„Die AAS mit ihren einheitlichen und offenen Standards ist die Schlüsselkomponente für Interoperabilität in der Industrie. Die Spezifikation ermöglicht es Anbietern und Anwendern von Hard- und Software, eigene Verwaltungsschalen zu erstellen und damit ein unternehmensübergreifendes System von Digitalen Zwillingen verschiedenster Komponenten zu schaffen. Die stabile und industriereife Version gewährleistet Planungssicherheit über Branchen und die Wertschöpfungskette hinaus. Das ist ein Meilenstein für zukünftige Datenräume“, sagt Dr. Christian Mosch, Geschäftsführer der IDTA.

SW-Struktur, Schnittstelle und Semantik definiert

Typen des Informationsaustauschs durch die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) eines Digitalen Zwillings.(Bild:  IDTA)
Typen des Informationsaustauschs durch die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) eines Digitalen Zwillings.
(Bild: IDTA)

In der Spezifikation sind die Softwarestruktur, die Schnittstelle und die Semantik der AAS definiert. Mit diesen Definitionen lassen sich Daten einer industriellen Anlage schnell und einfach allen Teilnehmern entlang der Wertschöpfungskette zur Verfügung stellen – auf interoperable Weise über den gesamten Lebenszyklus hinweg, vom Engineering bis zum Recycling. Die Arbeiten der zuständigen Arbeitsgruppe der IDTA basieren auf den Publikationen „Verwaltungsschale im Detail“ der Plattform Industrie 4.0.

Ein besonderes Augenmerk bei der Entwicklung der neuen Version lag auf der industriellen Anwendbarkeit. Eine wichtige Neuerung ist die Spezifikation einer offiziellen Schnittstelle (API) zur AAS. Diese ermöglicht es den Partnern in der Wertschöpfungskette, ihre Daten über die AAS über Unternehmensgrenzen hinweg auszutauschen und schafft die notwendige Grundlage für die Implementierung von industriellen Datenräumen in der Zukunft.

Die Spezifikation der AAS ist in vier Teilen erschienen:

  • Part 1: Metamodel
  • Part 2: Application Programming Interfaces (API)
  • Part 3a: Data Specification – IEC 61360
  • Part 5: Package File Format (AASX)

Weitere Teile zum Thema Datenspezifikation und Security sind zurzeit in Arbeit. (cg)

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