Letron electronic Die „neue“ Letron nimmt Gestalt an - Umbau zum Technologiestandort läuft auf Hochtouren
7 Monate sind seit der Verabschiedung des Grobkonzeptes zum Umbau der Letron electronic GmbH zum Technologiestandort vergangen. Inzwischen hat sich beim EMS-Anbieter in Osterode am Harz viel getan: Ein separates Team und Produktionsbereich für das Prototyping sind aufgebaut, das Vertriebsteam um zwei Mitarbeiter angewachsen, Großserien an die Schwesterfirma Elcon verlagert und das Leistungsspektrum auf den kompletten Lebenszyklus einer Baugruppe ausgedehnt.
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„Ich wäre unglaubwürdig, wenn ich sagen würde, alles entspricht schon zu 100% den Erwartungen vom Herbst 2007, aber ich denke dass wir als Team einen großen Schritt in die richtige Richtung getan haben!“, zieht Carsten Franke, Geschäftsführer der Letron electronic GmbH eine Zwischenbilanz. Ende letzten Jahres hatte Franke sein Konzept für den Umbau zum Technologiestandort vorgestellt (siehe Link).
Ein Teilprojekt war der Aufbau einer reinen Prototypenfertigung. „Nach detaillierter Analyse und Planung des Prototyping-Bereichs der Letron erfolgte in den letzen Monaten die Umsetzung“, berichtet Franke, „unsere Kunden haben nun die Möglichkeit auf freie Maschinenkapazität eines eigens für das Prototyping konzipierten separaten Produktionsbereiches zuzugreifen - das schließt die Produktion von Prototypen unter Serienbedingungen nicht aus.“
Separates Proto-Team wickelt Musterfertigung ab

In den vorbereitenden Abteilungen wurde ebenfalls ein vom Seriengeschäft entkoppeltes Proto-Team installiert. „Nur mit der 100%-igen Fokussierung dieses Teilbereichs, um Zeitgewinn für unsere Kunden zu generieren, schaffen wir im Markt entsprechende Differenzierungspotenziale“ betont der Geschäftsführer. Nachdem nun die Voraussetzungen geschaffen sind, könne die Letron Sales Force mit der aktiven Marktbearbeitung beginnen.
„Wir werden Entwicklungsmuster mit Lieferzeiten von 3 AT (Materialbeistellung) ab Klarheit der Unterlagen ebenso anbieten, wie die Lieferung von Musterboards incl. Übernahme der Materialbeschaffung mit einer Lieferzeit von 15 AT“, versichert der Geschäftsführer. Für die wesentlichen Szenarien ist eine Entscheidungsmatrix mit entsprechendem Kalkulationsmodell entwickelt worden, die Interessenten schon im ersten Vertriebsgespräch eine Preisindikation gibt.

Neu im Maschinenpark in Osterode ist der Flying-Probe-Tester SPEA 4040. „Für das High-Mix Low-Volume-Business im Allgemeinen und für das Prototypen-Geschäft im Speziellen sind die Initialkosten für einen ICT unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kaum noch vermittelbar wenn z.B. Initialkosten von 15.000 € auf einen Auftragswert von 100.000 € umgelegt werden müssen“, argumentiert der Geschäftsführer. Hier punktet der Flying Probe mit einer deutlich attraktiveren Kostenstruktur.
Technologisch haben sich die Anbieter dieses Test-Equipments deutlich weiterentwickelt und zum ICT aufgeschlossen. Für Letron ist jedoch neben Möglichkeit technologisch anspruchsvolle Testkonzepte (incl. Boundary-Scan) zu sehr interessanten Preisen anbieten zu können, ein weiteres Merkmal des Flying-Probe-Systems von Bedeutung: der Zeitgewinn und damit die Flexibilität im Vergleich zum In-circuit-Test.
Neues ERP-System und zusätzliche Vertriebsmitarbeiter

In den letzten 7 Monaten hat sich in Osterode noch mehr getan. Die Integration des neuen ERP-Systems laufe wie geplant. Nach 7-monatiger intensiver Projekt- und Schulungsarbeit soll das neue System im nächsten Monat die bestehende EDV-Landschaft ablösen.
Den Vertrieb hat Franke um 2 neue „hungrige“ Außendienstmitarbeiter verstärkt. Zielstellung hier ist, die erweiterte Dienstleistungs-Bandbreite am Markt intensiv zu vermarkten und natürlich auch Neukunden zu gewinnen. „Durch das neue Leistungsspektrum (Entwicklung/Proto/NPI/Serie/Material/Test/Montage/Logistik/After Sales) wird ein deutlicher Mehrwert generiert. Auch unsere Kunden, und das ist wesentlich, erkennen den Vorteil, da der gesamte Produktlebenszyklus abgedeckt wird“, unterstreicht Carsten Franke.
Auf einem eingeschwungenem Niveau sei die Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen aus der CFC Gruppe. Lohnintensive Baugruppen sowie Großserien produziert die Letron electronic GmbH bei Elcon. Vertragspartner und Single-Entry-Point ist wie bereits berichtet die Letron electronic.
Im Plan liege man mit dem Aufbau der Entwicklungsabteilung. Obwohl sich die Suche nach qualifizierten Entwicklern für Soft- und Hardware hierzulande, wie jeder weiß, nicht einfach gestalte. Nach geregelt wurde das ursprüngliche Grundkonzept mit der Schwerpunktkompetenz für die vollumfängliche Entwicklung. „In einer Markterhebung bei bestehenden und potentiellen EMS-Kunden mit Experten der Steinbeiss-Stiftung und des Fraunhofer-Instituts wurden die konzeptinellen Inhalte auf den Prüfstand gestellt“, so Franke, „diese Ergebnisse zeigen einen klaren Trend hin zur Co-Entwicklung, der von uns auch berücksichtigt wird.“
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