Sensor+Test 2026 Die Branche setzt auf Spezialisierung und neue Konzepte

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Den wirtschaftlichen Druck spürt auch die Messtechnik- und Sensorikbranche. Mit konzeptionellen Anpassungen reagiert die AMA Service als Messeveranstalter und entwickelt neue Formate, um näher an die Zielgruppe heranzurücken.

Die Sensor+Test 2026 findet vom 9. bis 11. Juni auf dem Messegelände in Nürnberg statt. Bedingt durch den wirtschaftlichen Druck reagiert der Messeveranstalter mit neuen Formaten, um näher an den Teilnehmern zu sein.(Bild:  AMA Service)
Die Sensor+Test 2026 findet vom 9. bis 11. Juni auf dem Messegelände in Nürnberg statt. Bedingt durch den wirtschaftlichen Druck reagiert der Messeveranstalter mit neuen Formaten, um näher an den Teilnehmern zu sein.
(Bild: AMA Service)

Ein gutes Viertel Jahr vor der Messe lädt die AMA Service als Veranstalter der Sensor+Test ein und gibt einen Ausblick auf die aktuelle Lage und die wirtschaftliche Entwicklung der Sensorik- und Messtechnikbranche. Wenn die Messe vom 9. bis 11. Juni in Nürnberg ihre Tore öffnet, dann erwartet die AMA Service mehr als 300 Aussteller.

Kleinere Standflächen als Zeichen der Zeit

Elena Schultz ist Geschäftsführerin der AMA Service. Standflächen werden in diesem Jahr kleiner Ausfallen.(Bild:  AMA Service)
Elena Schultz ist Geschäftsführerin der AMA Service. Standflächen werden in diesem Jahr kleiner Ausfallen.
(Bild: AMA Service)

Elena Schultz, Geschäftsführerin der AMA Service, räumt ein, dass „die Standflächen teilweise kleiner ausfallen“. Diese Entwicklung spiegelt die angespannte Situation vieler Unternehmen wider, die ihre Messebudgets reduzieren müssen. Schultz versucht dies positiv zu deuten: „Die Standgröße ist nicht entscheidend, sondern die Qualität der Technologie und der fachliche Austausch.“

Die aktuellen politischen wie auch wirtschaftlichen Unsicherheiten führen dazu, dass die Messeverantwortlichen konzeptionelle Anpassungen vornehmen müssen: Die Messeeröffnung wurde aus dem Kongressbereich in die Ausstellung verlegt, um näher am Publikum zu sein.

Besonders kleinere Unternehmen sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übernimmt bis zu 60 % der Standkosten am Gemeinschaftsstand „Young Innovators“ – ein deutliches Zeichen dafür, dass viele Firmen die Teilnahme ohne Subventionen nicht stemmen könnten. Schultz bewirbt die sogenannten Technologieboxen als kostengünstige Alternative: „Mit unseren Technologieboxen vermeiden unsere Aussteller Kostenrisiken und Vormessestress.“

KI als Hoffnungsträger der Branche

Die Branche setzt verstärkt auf das Thema künstliche Intelligenz als Zukunftstechnologie. Schultz betont: „Sensorik und Messtechnik bilden die Grundlage für die künstliche Intelligenz in der Industrie.“ Ob diese Hoffnung auf neue Geschäftsfelder die aktuellen Herausforderungen kompensieren kann, bleibt abzuwarten.

Die ETTC European Test and Telemetry Conference wird in diesem Jahr erstmals im Convention Center Mitte stattfinden und bietet eine internationale Plattform für Telemetrie, Testinstrumentierung und Datenverarbeitung. Teilnehmer erfahren, welche Rolle moderne Telemetrie-Technologien für Luft- und Raumfahrt, Automotive, Biomedizin oder Industrie 4.0 spielen – insbesondere im Zusammenspiel mit IoT, Big Data, Wireless-Technologien und Drohnen (UAV). „Durch die Kongress-Räumlichkeiten im NCC Mitte verbessern sich die Rahmenbedingungen für alle Teilnehmer; die Veranstaltung gewinnt an Übersichtlichkeit und Komfort“, sagt Elena Schultz.

Parallel dazu findet die 23. ITG/GMA-Fachtagung Sensoren und Messsysteme statt. Die Experten besprechen aktuelle Entwicklungen in Sensorik, Messtechnik und Multi-Sensorik. Die Tagung richtet sich an Entwickler, Ingenieure und Wissenschaftler und beleuchtet neue Anwendungsfelder sowie die Analyse komplexer Messsysteme.

Spezialisierung als Überlebensstrategie

Die Fokussierung auf Sensorik und Messtechnik wird als Stärke vermarktet, könnte aber auch Ausdruck der Notwendigkeit sein, sich in einem schrumpfenden Markt zu behaupten. Schultz argumentiert: „In einer Zeit, in der große, breit aufgestellte Messen kleinere Anbieter oft überlagern, setzt die Sensor+Test gezielt auf Spezialisierung.“ (heh)

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