Kritische Rohstoffe Deutschland und Kanada schließen Partnerschaften für Rohstoffversorgungssicherheit

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Kritische Rohstoffe sind für Hightech, Energiewende und Industrie unverzichtbar, aber schwer zu beschaffen und geopolitisch hochsensibel. Um Unabhängigkeiten zu reduzieren, beschließen Deutschland und Kanada eine vertiefte Kooperation bei kritischen Rohstoffen.

Lithium ist einer der kritischen Rohstoffe für die deutsche Industrie.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Lithium ist einer der kritischen Rohstoffe für die deutsche Industrie.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Um die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren, haben Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Kanadas Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Jonathan Hodgson, eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen unterzeichnet. Ziel ist es, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und bilaterale Projekte gezielt zu fördern.

Denn Kanada gehört zu den bedeutendsten Bergbauländern der Welt. Gefördert werden dort unter anderem Kobalt, Graphit, Lithium, Nickel und Kupfer, also solche Rohstoffe, die für Batterien, Elektromotoren, Windkraftanlagen oder medizinische Geräte essenziell sind. Auch die Gewinnung seltener Erden soll ausgebaut werden.

Politische und wirtschaftliche Signalwirkung

„Deutschland und Kanada setzen heute ein klares Signal: Wir vertiefen unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit und stärken durch eine enge Partnerschaft bei kritischen Rohstoffen die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. Ein starkes Signal für eine Partnerschaft für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Denn für Unternehmen beider Länder sind stabile und verlässliche Lieferketten von zentraler Bedeutung. Insbesondere die Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist ein Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Deshalb arbeiten deutsche Unternehmen eng mit ihren kanadischen Partnern zusammen – unter anderem bei der Rohstoffgewinnung. Diese Kooperation wollen wir gezielt weiter ausbauen“, erklärte Wirtschaftsministerin Reiche im Rahmen einer Pressemitteilung vom 26. August 2025.

Die Bundesregierung hat bereits Instrumente wie den Rohstofffonds, ungebundene Finanzkreditgarantien für Rohstoffprojekte und die Förderung der Kreislaufwirtschaft aufgesetzt. Die nun vereinbarte Kooperation soll diese Maßnahmen ergänzen und durch konkrete bilaterale Projekte ausgestalten. Neben der Förderung gemeinsamer Rohstoffprojekte stehen auch die Weiterverarbeitung, das Recycling sowie ein intensiverer Dialog zu Rahmenbedingungen der Produktion im Fokus. Damit sollen wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten auch außerhalb Chinas gestärkt werden.

Parallel zur politischen Erklärung wurden drei Absichtserklärungen zwischen deutschen und kanadischen Unternehmen unterzeichnet. Sie entstanden zwischen Vaccuumschmelze und Torngat Metals bezüglich seltener Erden, Enetrag und Rock Tech Lithium bezüglich Lithium sowie Aurubis und Troilus Gold für Kupfer und weitere Edelmetalle. (sb)

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