Marktbarometer Deutsche Elektro- und Digitalindustrie: Auftragseingänge schwächer

Quelle: Pressemitteilung ZVEI 2 min Lesedauer

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Während die Unternehmen der Branche mehr produzieren und auch mehr umsetzen, verzeichnen sie erneut weniger neue Aufträge. Auffällig dabei: Die Bestellungen aus dem Inland legen zu, die aus dem Ausland geben aber stärker nach.

Mit seinem Update beurteilt der Branchenverband ZVEI die aktuelle „Wetterlage“ für die Elektro- und Digitalindustrie in Deutschland. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Mit seinem Update beurteilt der Branchenverband ZVEI die aktuelle „Wetterlage“ für die Elektro- und Digitalindustrie in Deutschland.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

„Auch im April 2023 waren die wertmäßigen Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie etwas rückläufig“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Nach einem ersten Rückgang im März verfehlten sie ihren Vorjahreswert zuletzt um 4,1 Prozent. Real, also preisbereinigt, gaben sie im April bereits den vierten Monat in Folge nach.“

Während die Inlandsbestellungen im April nominal um 13,2 Prozent zulegen konnten, schrumpften die Auslandsorders um 16,5 Prozent. Kunden aus der Eurozone bestellten 8,7 Prozent und Partner aus Drittländern sogar 20,5 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

In den gesamten ersten vier Monaten dieses Jahres gingen die Auftragseingänge damit leicht um 0,8 Prozent gegenüber Vorjahr zurück. Hier erhöhte sich der Wert der Inlandsaufträge um 6,0 Prozent, wohingegen die ausländischen Kunden ihre Bestellungen um 5,9 Prozent zurückfuhren. Die Orders aus dem Euroraum fielen zwischen Januar und April um 6,9 Prozent, die aus Drittländern um 5,4 Prozent.

Mehr Güter produziert

Die reale Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland rückte im April 2023 um 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr voran. In den zusammengenommenen ersten vier Monaten lag sie damit 5,8 Prozent im Plus. „Unterdessen konnte der Output-Zuwachs für das zurückliegende Jahr 2022 nachträglich aufwärts revidiert werden, und zwar von plus 3,5 auf plus 3,7 Prozent“, so Gontermann.

Mit 18,0 Milliarden Euro fielen die nominalen Erlöse der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im April 2023 um 10,3 Prozent höher aus als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz wuchs um 12,0 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz um 9,0 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Im Geschäft mit Kunden aus der Eurozone stellte sich dabei im April ein Plus von 9,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro ein. Die Erlöse mit Partnern aus Drittländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums stiegen um 8,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Kumuliert von Januar bis April belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 79,1 Milliarden Euro, womit er um 14,8 Prozent über seinen entsprechenden Vorjahreswert hinauskam. Hierbei stiegen die Inlandserlöse um 17,8 Prozent auf 38,4 Milliarden Euro und die Auslandserlöse um 12,3 Prozent auf 40,7 Milliarden Euro. Mit Geschäftspartnern aus dem Euroraum wurde in den ersten vier Monaten ein Umsatz von 14,7 Milliarden Euro erzielt (+ 10,6 %). Die Erlöse mit Kunden aus Drittländern nahmen um 13,3 Prozent auf 26,0 Milliarden Euro zu.

Zahl der Beschäftigten in der Branche gestiegen

Ende des ersten Quartals 2023 zählte die Branche 906.000 Beschäftigte im Inland – 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Zuletzt hatte die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor mehr als einem Vierteljahrhundert über 900.000 gelegen“, sagte Gontermann.

Nach dem Rückgang im April hat das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie zwar auch im Mai 2023 spürbar nachgegeben: Sowohl die Lagebeurteilung als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen erneut ungünstiger aus. Unterm Strich bleibt das Vorzeichen des Klimawertes aber noch positiv. (me)

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