Bitkom-Bürgerbefragung Wo würden Sie künstliche Intelligenz einsetzen

Quelle: Pressemitteilung Bitkom 2 min Lesedauer

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Laut Bitkom wünschen Deutsche sich KI-Einsatz vor allem für Cybersicherheit, in der Verwaltung und für intelligente Mobilität. Skepsis besteht allerdings beim KI-Einsatz in Sport, Politik und Militär sowie in Kunst und Kultur.

Künstliche Intelligenz: Eine große Mehrheit der Deutschen erwartet schon bald spürbare Veränderungen durch KI.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
Künstliche Intelligenz: Eine große Mehrheit der Deutschen erwartet schon bald spürbare Veränderungen durch KI.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Künstliche Intelligenz wird schon in wenigen Jahren die Gesellschaft spürbar verändert haben – davon geht eine deutliche Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger aus. Etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) sagt, KI habe bereits zu spürbaren Veränderungen geführt, im Laufe dieses Jahres rechnen weitere 8 Prozent damit.

Ein Viertel (25 Prozent) geht davon aus, dass es in den nächsten zwei bis fünf Jahren zu solchen Veränderungen kommt, 17 Prozent rechnen damit in sechs bis zehn Jahren. Nur 18 Prozent glauben, dass sich gesellschaftliche Veränderungen frühestens in zehn Jahren zeigen werden und gerade einmal 1 Prozent meint, das wird nie der Fall sein.

Immer mehr Menschen haben direkten Kontakt mit KI

Das sind Ergebnisse einer Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Viele Menschen haben durch die neuen Angebote zur Sprach- oder Bildgenerierung wie ChatGPT oder Midjourney erstmals direkten Kontakt mit KI gehabt und haben deren Potentiale ganz praktisch erleben können“, sagt Bitkoms Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Es wurde verstanden, dass KI nicht eine von vielen technologischen Innovationen ist. Künstliche Intelligenz hat die Kraft, die Welt zu verändern.“

Viele stehen KI offen gegenüber

Die Deutschen stehen dem Einsatz von KI in einer Vielzahl von Lebensbereichen offen gegenüber. So wünschen sich 8 von 10 (79 Prozent), dass KI für die Cybersicherheit genutzt wird, etwa mit einer automatisieren Bedrohungserkennung. Drei Viertel (75 Prozent) sprechen sich für den KI-Einsatz in der Verwaltung aus und ebenso viele wollen KI im Verkehr nutzen, also zum Beispiel mit intelligenten Ampelanlagen oder autonomen Fahrzeugen.

KI-Favoriten sind das Gesundheitswesen und die Bildung

70 Prozent wünschen sich KI im Gesundheitswesen, etwa zur Unterstützung bei Diagnosen oder bei der Entwicklung von Medikamenten. Zwei Drittel (66 Prozent) wollen, dass KI im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit genutzt wird, zum Beispiel zur Verbesserung der Energieeffizienz. Jeweils sechs von zehn wollen einen KI-Einsatz im Bildungswesen (61 Prozent), etwa für personalisierte Lernplattformen oder die automatisierte Bewertung von Tests, zur Unterstützung der Polizei (60 Prozent), zum Beispiel bei intelligenter Videoüberwachung oder zur Identifikation von Orten mit hoher Kriminalitätswahrscheinlichkeit.

Im Online-Handel wollen 56 Prozent der Menschen KI sehen, etwa bei Chatbots im Kundenservice. Rund die Hälfte (jeweils 52 Prozent) spricht sich für einen KI-Einsatz bei Banken, etwa zur Betrugserkennung oder der automatisieren Anlageempfehlung, sowie in der Justiz, zum Beispiel zur automatisierten Auswertung von Prozessunterlagen aus.

„Mit KI können wir in vielen Bereichen effizienter werden, Zeit und Geld sparen. Künstliche Intelligenz kann einen wichtigen Beitrag zur Lösung der großen Herausforderungen der kommenden Jahre leisten, vom Klimawandel bis hin zur Verwaltungsmodernisierung“, so Wintergerst.

Kultur und Sport sollen KI-frei bleiben

Keine Mehrheit findet die Verwendung von KI im Sport (44 Prozent), etwa für automatisierte Schiedsrichterentscheidungen, im Militär (43 Prozent), zum Beispiel für autonome Drohnen, und in der Politik (39 Prozent), etwa um die Auswirkung von Gesetzen vorherzusagen. Die geringste Zustimmung gibt es mit 33 Prozent zum KI-Einsatz in Kunst und Kultur, also zum Beispiel für durch KI generierte Literatur, Musik oder Bilder. (mk)

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