Forschungsprojekt Kreislaufwirtschaft Der Weg von der Wegwerfgesellschaft hin zur Kreislaufwirtschaft

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

Wie können wir effizienter und nachhaltiger mit den Ressourcen umgehen, die uns zur Verfügung stehen? Welche Wege zu einem nachhaltigen Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft, also zur Kreislaufwirtschaft, führen können, erforscht das Projekt CircEL für sechs Jahre an der Universität Freiburg.

Im neuen Projekt „CircEL“ erforschen Ingenieure und Juristen gemeinsam Wege zu einer wirklichen Kreislaufwirtschaft. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Forschungsprojekt mit drei Millionen Euro für die kommenden sechs Jahre.(Bild:  Silvia Wolf / Universität Freiburg)
Im neuen Projekt „CircEL“ erforschen Ingenieure und Juristen gemeinsam Wege zu einer wirklichen Kreislaufwirtschaft. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Forschungsprojekt mit drei Millionen Euro für die kommenden sechs Jahre.
(Bild: Silvia Wolf / Universität Freiburg)

Der Sinn der Kreislaufwirtschaft besteht darin, Ressourcen möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten, Abfälle und Emissionen zu reduzieren und die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern. Das wird dadurch erzielt, dass Produkte von Anfang an so gestaltet werden, dass sie repariert, wiederverwendet, aufbereitet und recycelt werden können. Gleichzeitig soll Kreislaufwirtschaft auch den Unternehmen für die Zukunft helfen, indem sie sie resilienter gegenüber Lieferengpässen und Preisschwankungen macht und ökologische Belastungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette messbar senkt.

Dass wir von einem solchen nachhaltigen Wirtschaftssystem weit entfernt sind, ist kein Geheimnis. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Weg nicht gegangen werden sollte. Mit Blick auf wachsende Ressourcenknappheiten, den Wandel hin zu extremen Wetterereignissen und deren Einflüsse auf Lieferketten und das Wohlergehen der Menschen sollten dringend Wege in die Nachhaltigkeit gefunden werden, auch in der Wirtschaft.

Deswegen wurde an der Universität Freiburg das Projekt CircEL ins Leben gerufen. Beginnend ab Juli 2026 sucht eine interdisziplinäre Forschungsgruppe aus Ingenieuren und Rechtswissenschaftlern für sechs Jahre nach sinnvollen Wegen weg von der Wegwerfgesellschaft. CircEL steht für „Circularity Engineering and Law“ und wird von der Carl-Zeiss-Stiftung mit drei Millionen Euro gefördert. Die Universität trägt einen weiteren Anteil von 700.000 Euro.

Die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft ist durch viele rechtliche Vorgaben aus unterschiedlichen Bereichen erschwert und erfordert deshalb interdisziplinäre Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und hohen fachlichen Gestaltungswillen, wird mitgeteilt. „Auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft fallen der politische Anspruch und die Wirklichkeit leider bisher weit auseinander. Das wollen wir ändern – und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft leisten“, sagt Prof. Dr. Frank Balle, Professor am Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) der Universität Freiburg. (sb)

(ID:50712543)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung