Supercomputer Der bringt die Alpen zum Glühen: Supercomputer Alps in Betrieb

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Die ETH Zürich hat am schweizerischen Hochleistungsrechenzentrum CSCS in Lugano den Supercomputer Alps eingeweiht. Der weltweit sechstschnellste Superrechner soll Topografien abbilden, Wetterentwicklungen berechnen und die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz ausschöpfen.

Alps ersetzt den vorherigen Supercomputer Piz Daint und soll auf der finalen Ausbaustufe einen halben Exaflop Rechenleistung erreichen.(Bild:  Marco Abram / CSCS)
Alps ersetzt den vorherigen Supercomputer Piz Daint und soll auf der finalen Ausbaustufe einen halben Exaflop Rechenleistung erreichen.
(Bild: Marco Abram / CSCS)

In Lugano ist am 14. September 2024 der sechstschnellste Supercomputer der Welt eingeweiht worden. Der Rechner wird mit dem beschaulichen Namen Alps betitelt, ist die schnellste Maschine der Schweiz und wurde als Gemeinschaftsprojekt von Forschung, öffentlicher Hand und Industrie verwirklicht.

Alps basiert, das lässt sich möglicherweise bereits am äußeren Look erkennen, auf einem Cray Supercomputer von Hewlett-Packard Enterprise (HPE). Die Cray-Supercomputer, etwa Frontier und Aurora, verfügen über ansehnlich gestaltete Schränke, auf denen der Name des Rechenknechts dahinter verewigt ist – so eben auch bei Alps, wie Sie auf den Bildern erkennen können.

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Alps: Beeindruckende Hardware von Nvidia

In Alps wurden 10.752 Grace-Hopper-Superchips (GH200) von Nvidia verbaut und ist in der ersten Ausbaustufe im Juni 2024 in der Lage gewesen, auf Höchsttouren 270 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde auszuführen – das entspricht als 270 Petaflops. Beim vollen Ausbau, so die Mitbetreiber der ETH Zürich, sollen rund 500 Petaflops Leistung erreicht werden. Sollte sich an der Leistung anderer Superrechner in der Zeit nichts ändern, dann würde Alps auf der Top500 der Superrechner auf Platz 4 landen, gleich hinter den US-amerikanischen Maschinen Frontier, Aurora und Eagle. Im November soll es Details zur Leistung der finalen Ausbaustufe geben.

Alps ersetzt den vormaligen Supercomputer Piz Daint, ein mehrfach ausgebauter Cray (zuerst XC30, dann Ausbau zum XC40/XC50-Hybrid) im Tessin, der 2013 in Betrieb genommen wurde. Piz Daint erreichte 2019 immerhin 27,2 PFLOPS.

Vornehmlich soll Alps dazu eingesetzt werden, den Daten- und Rechenanforderungen der Wissenschaft gerecht zu werden. Alps soll KI-Modelle für Anwendungen in der Medizin und Klimaforschung trainieren und dient als Schlüsselkomponente der Forschungsinfrastruktur am schweizerischen Hochleistungsrechenzentrum CSCS, wo der Computer aufgebaut worden ist. „Mit seiner Cloud-nativen Architektur können wir vielseitige, softwaredefinierte Cluster (vClusters) erstellen, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Nutzergemeinschaften zugeschnitten sind und gleichzeitig die Vertraulichkeit wahren“, so Thomas Schulthess, Direktor des CSCS.

Hardware wird mit Software gefüttert

Die Hardware muss auch mit Software betrieben werden, und da kommen die Ingenieure des CSCS ins Spiel, die in Zusammenarbeit mit den Forschern Tools und Software erstellen, um wissenschaftliche Fragen zur Findung einer Antwort in den Computer zu füttern. „Gemeinsam treiben sie die wissenschaftliche Forschung in der Schweiz voran, teils mit einem unmittelbaren Nutzen für die Bevölkerung. So ist MeteoSchweiz dank ‘Alps’ zu einem Modell für die numerischen Wettervorhersagen mit viel höherer Auflösung übergegangen, das die komplexe Topografie der Schweiz mit ihren Bergen und Tälern besser abbildet“, so die ETH Zürich(sb)

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