LED-Optiken

Der 7er BMW empfängt seinen Fahrer mit einem Lichtteppich

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Projektionslinsen einzeln zur Lichtquelle anordnen

Ein Nebeneffekt dieser Art von Arraybeleuchtung erwies sich für die Entwicklung des Lichtteppichs als entscheidend: Die Projektionslinsen, die das Licht einfangen und dann als Abbild auf eine Fläche projizieren, lassen sich einzeln und individuell zur Lichtquelle anordnen.

Man kann also die Abbilder der einzelnen Linsen aus unterschiedlichen Positionen genau übereinanderlegen. „Auf diese Weise projizieren wir selbst bei extrem flachen Beleuchtungswinkeln ein hochwertiges und lichtstarkes Bild. Diese Lichttechnik und deren erstmalige Applikation im BMW Welcome Light Carpet ermöglichen somit ein neues Nachterscheinungsbild der 7er-Reihe von BMW“, erzählt es Marcel Sieler, BMW-Entwickler, der ebenfalls aus dem Team des IOF stammt.

Für die Anwendung im Automobil konstruierten die IOF-Wissenschaftler ein 10 mm x 10 mm großes Mikrooptik-Bauteil, das mit einem Deckglas versehen ist. Um das empfindliche Modul während der Fahrt gegen Steinschlag zu schützen, wird es mit der Öffnung gegen die Fahrtrichtung am Unterboden des Fahrzeugs verbaut. Auch kleinere Verschmutzungen auf dem Frontglas sind dank der speziellen Optik kein Problem: Da es sich mit den vielen Einzelprojektoren um eine mehrkanalige Beleuchtung handelt, wird die Helligkeit zwar unter Umständen etwas verringert, das Licht wird jedoch nie komplett abgedeckt.

Auch wenn der Lichtteppich bereits serienmäßig enthalten ist, so arbeiten die Entwickler von Fraunhofer an ihrem nächsten Projekt: Die Anwendungsfelder der Arraybeleuchtung sind sehr breit gefächert und reichen von Beleuchtungslösungen für die Sicherheits- und Medizintechnik über den Maschinenbau bis hin zur klassischen Signalleuchte.

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