Siemens-Studie Datenmangel bremst CO₂-Reduzierung

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Trotz fundierter datengesteuerter Betriebsabläufe fehle es an den „richtigen Daten“ für Maßnahmen zur Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz. Das will eine Studie von Siemens Smart Infrastructure festgestellt haben. Die Umfrage unter 650 internationalen Führungskräften zeigt, welche Hindernisse und Potenziale auf diesem Weg bestehen.

Siemens-Studie kritisiert Datenmangel bei der Dekarbonisierung.(Bild:  Siemens)
Siemens-Studie kritisiert Datenmangel bei der Dekarbonisierung.
(Bild: Siemens)

Daten helfen, CO₂ zu sparen

Obwohl 54 Prozent der Befragten angeben, dass sie bereits datengesteuerte Abläufe nutzen, fehlen vielen die notwendigen Informationen. Bei 44 Prozent fehlen genaue Emissionsdaten, 46 Prozent beklagen unzureichende Leistungsdaten ihrer Anlagen. Ein Drittel der Befragten hat keine Energieverbrauchsdaten, um die Betriebsabläufe effizienter zu gestalten.

Diese Lücken erschweren es, entsprechende Entscheidungen zu treffen, welche die Effizienz steigern könnten. Siemens CTO Thomas Kiessling fordert, Daten besser zu nutzen und digitale Technologien wie das Internet der Dinge (IoT) und künstliche Intelligenz (KI) breiter einzusetzen. „Die Lösungen dafür existieren bereits, die Einsparungen sind offensichtlich – es gibt keinen Grund, nicht jetzt zu handeln.“

Digitale Technologien wie KI treiben Veränderungen voran

Die Umfrage will belegt haben, dass digitale Technologien eine zentrale Rolle bei der CO₂-Reduzierung spielen. 55 Prozent der Befragten sehen in diesen Lösungen großes Potenzial. Besonders KI überzeugt: Ein Drittel der Führungskräfte glaubt, dass KI in den nächsten drei Jahren die wichtigste Rolle spielen wird.

Digitale Zwillinge und intelligente Netztechnologien unterstützen Unternehmen dabei, komplexe Systeme zu simulieren und Energieverbrauch sowie Emissionen zu senken. Auch die Skalierbarkeit und Effizienz solcher Technologien überzeugen die Befragten.

Hürden bei der Umsetzung: Mangel an Bewusstsein

Trotz dieser Chancen kämpfen Unternehmen mit Problemen. Viele können Datenquellen nicht effektiv verbinden oder auswerten. Fehlende Werkzeuge und fragmentierte Systeme erschweren es, aus Daten sinnvolle Erkenntnisse abzuleiten und umzusetzen. Zusätzlich sei es 45 Prozent der Befragten nicht bewusst, welchen Nutzen digitale Technologien hätten bei der Minimierung des CO₂-Fußabdrucks. Weitere Hürden seien etwa Kosten, Komplexität oder Fachkräftemangel.

Was Unternehmen tun können: Investieren

Als Lösung nennt Siemens freilich eigene Produkte und Dienstleistungen: Unternehmen sollten in IoT und KI für eine bessere Datenqualität investieren, um nachhaltiger zu arbeiten. So seien etwa vernetzte Systeme entscheidend, um auf Veränderungen schnell genug reagieren können. Dazu würden sich offene Digital Business Platforms eignen, die Drittentwicklern einen einfachen Zugang schaffen und eine interoperable Umgebung bieten, wo Partner effizient zusammenarbeiten könnten. (mc)

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