Embedded Computing in Forschung und Lehre

Das Studierendenprojekt IFSys

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Diese Bündelung der Komponenten verspricht durch weniger Kabel und Steckverbindungen ein wesentlich einfacheres und schnelleres Aufrüsten des Flugzeuges, sowie durch die Unterbringung in einem einzigen Gehäuse eine bessere Abschirmung gegenüber dem Fernsteuerungssystem. Gleichzeitig wird der im Rumpf vorhandene Raum effizienter genutzt, so dass mehr Platz für die Unterbringung einer Nutzlast vorhanden ist.

Mehr Praxis in der Uni

Ein Beispiel für eine solche Nutzlast ist eine Kamera, die das Gelände unter dem Flugzeug aufzeichnet. Als Abstraktion eines Seerettungseinsatzes, bei dem das UAV Luftbilder liefert und damit die Rettungsmannschaften beim Finden von in Seenot geratener Personen unterstützt, könnte man die zu Projektbeginn definierte Mission um das Auffinden einer roten Kiste in einer grünen Wiese erweitern.

Durch das modular aufgebaute System bietet sich interessierten Studierenden ein breites Spektrum von Tätigkeitsgebieten. So kann das Flugzeug in Zukunft als Plattform zur Unterbringung verschiedenster Nutzlasten eingesetzt werden, es können andere Sensoren verwendet, oder innovative Flugregelungskonzepte nicht nur in der Simulation getestet, sondern auch in der Praxis umgesetzt werden.

Durch die praxisbezogene Mitarbeit im Projekt lernen die Studierenden den souveränen Umgang mit Embedded-Systemen, schulen ihre Teamfähigkeit durch interdisziplinäre Zusammenarbeit in einer Gruppe und bekommen einen grundlegenden Einblick in das Projektmanagment.

* * Alexander Hamann ist Projektleiter des UAV-Forschungsprojekts; Dipl.-Ing. Arndt Hoffmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter, beide am Lehrstuhl für Luft- und Raumfahrttechnik, TU Berlin.

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