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Ohne Probefahrt geht es nicht, dachte man sich auch bei Ford. Realistische Eindrücke von den Fahrzeugeigenschaften würden sich dank Virtual Reality an nahezu jeden Ort vermitteln lassen, meint Jeffrey Nowak, Global Digital Experience Chief von Ford: „Künftig könnte jemand, der einen SUV von Ford kaufen möchte, die entsprechenden Baureihen zum Beispiel virtuell in der Wüste testfahren, ohne das eigene Haus verlassen zu müssen.“
Der Vorteil sei hier, dass die Interessenten bereits mit einer klaren Vorstellung zu ihrem Händler kommen könnten. Um den Eindruck so realistisch wie möglich zu gestalten, sei es für die Zukunft sogar denkbar, dass man die spezifischen Fahrzeuggerüche in die Virtual-Reality-Reise einbaue.
„Wir möchten eines Tages jedes Wunschmodell des Kunden simulieren können, angefangen bei der Außenfarbe bis hin zum exakten Interieur. Am Ende des Prozesses stehen maßgeschneiderte Produkte auf Basis der virtuellen Kundenerfahrung“, ergänzt Jeffrey Nowak. „Bezüglich der Detail-Tiefe gibt es keine technischen Grenzen, die Möglichkeiten sind schier endlos“.
Kapitän an Land: Rolls-Royce will Virtuell Reality zur Schiffssteuerung einsetzen
Die BMW-Luxustochter Rolls-Royce, die sich eigentlich auf den Bau von Fahrzeugen und Turbinen spezialisiert hat, will die Schiffsfahrt revolutionieren: In Finnland testet Rolls-Royce seit Juni vergangenen Jahres Sensoren an einem über 65 Meter langen Schiff, mit dem Ziel dieses autonom zu steuern.
Erreicht das Schiff die Einlaufzone eines Hafens übernimmt der Kapitän das Steuer. Doch dieser ist nicht etwa an Bord des Schiffes, sondern sitzt vielmehr in einem Kontrollzentrum an Land. Mittels einer Virtual-Reality-Brille wird nun zielgenau der Liegeplatz angesteuert. Sollten dem Kapitän Unregelmäßigkeiten auffallen, kann er ebenfalls per VR-Brille eine Drohne steuern, um die nähere Umgebung des Schiffes zu begutachten.
Ferne Zukunftsmusik? Wohl eher nicht, wie Oskar Levander, Vizepräsident Meeresinnovationen von Rolls Royce betont: „Wir werden ferngesteuerte Schiffe im kommerziellen Betrieb Ende des Jahrzehnts sehen. Die Technologien, die für ferngesteuerte und autonome Schiffe notwendig sind, existieren bereits.“
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