Testsystem für den Thermodruck

Damit Thermopapier und Thermodrucker keine Probleme machen

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Thermodrucker-Testsystem für gesamten Druckprozess

Wird ein neues Papier oder ein Druckwerk entwickelt, so können an allen Parametern isoliert Veränderungen vorgenommen werden. Zusammen mit der Thermopapier-Industrie hat GeBE ein Thermodrucker-Testsystem entwickelt, das genau die beschriebenen Parameter testet. Der GeBE-PRINTER LAB testet nicht nur Thermopapier, sondern auch Druckköpfe verschiedener Hersteller und andere am Prozess beteiligte Hardware.

Das Testgerät verfügt über exakte mechanische oder motorgesteuerte Justierungen, um den angeführten, typischen Fehlerquellen zu begegnen. Sowohl der Druckkopf als auch die Antriebswalze können schnell ausgewechselt werden. Zudem sind Tests möglich, die das Sticking (statische Anziehung von Papier und Druckkopf) und das Head Residue (Schmutzablagerungen an der Thermozeile) berücksichtigen.

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Ein Papierhersteller muss bei veränderlichen mechanischen Einstellungen, wie Druckkopfandruck oder Alignment, unterschiedliche Druckersysteme evaluieren. Die Veränderungen erfolgen automatisiert und ein Umbau des Gerätes inklusive notwendiger Neukalibrierung entfällt komplett.

Das bedeutet in der Praxis:

  • Jedem Druckkopf wird im Head Attachment ein eigener Speicher mitgegeben, der ihn für das Testsystem eindeutig definiert. In diesem Speicher werden neben technischen Daten auch die Dotalterung hinterlegt. Bei einem neuen Druckkopf ist dieser, unabhängig von der vertikalen wie horizontalen Auflösung, sofort betriebsbereit. Bei einem Druckkopfwechsel bestimmt das Head Attachment die exakte Position der Druckzeile. Zum Drucken stehen verschiedene Kopfansteuerungen in der Firmware zu Verfügung.
  • Ein vertikales Kopfandruck-System eliminiert papierdickenabhängige Alignment-Fehler automatisch. Das Testsystem ist ohne Einstellungsänderungen für alle Papierdicken gleichermaßen geeignet. Das Alignment wird per Mikrometerschraube eingestellt und die Position per Sensor auf 10 µm gemessen. Optional lässt sich das Alignment automatisch per Motor einstellen. Der Kopfandruck wird ebenfalls motorisch eingestellt. Sobald der Drucker eingeschaltet wird, liest er die Standardeinstellungen für den Druckkopf aus dem Attachment-Speicher aus. Eingestellt wird der Kopfandruck, das Alignment und die Auflösung, welche stufenlos bis zu 4800 dpi eingestellt werden kann. Diese Werte können jederzeit per Befehl verändert werden. Sollte ein Parameter nicht den Testvorgaben entsprechen, so verweigert die Test Suite den Druck.
  • Die einstellbare Papierführung mit einem Papiersensor erlaubt es, sowohl Einzelblätter als auch Papierrollen zu verwenden. Der Anwender bedient und erstellt die Testfälle mit der beigefügten Firmware. Mit einer zusätzlichen Software sind auch Langzeittests möglich.

Das Papier wird mit einer Test-Suite getestet

Für einen Papiertest gibt es die Test-Suite des GeBE-PRINTER LABs, die über einen Produktions-Modus sowie einen R&D-Modus verfügt. Im Produktions-Modus werden zunächst vorgefertigte Testfälle aufgerufen. Die Tambour-Nummer des Papierrohlings kann manuell oder per Barcodescanner eingegeben werden. Zudem können die Position der Proben-Entnahme oder weitere Daten angegeben werden. Ist ein Ausdruck erfolgt, wird das Ergebnis gespeichert und bei Bedarf auf dem Testausdruck inklusive Barcode am Ende zusammen aufgedruckt.

Im R&D-Modus kann der Entwickler einzelne Testfälle erzeugen, die sich im Produktions-Modus abarbeiten lassen. Zuvor werden die Betriebsparameter festgelegt, die während des Testens eingehalten werden müssen. Dabei können während des Ausdrucks die Druckenergie, die Druckgeschwindigkeit, der Kopfandruck bzw. das Kopf-Alignment verstellt werden. Über eine Software-Schnittstellen lassen sich Testdaten in andere Datenbanksysteme importieren.

* Marian Hieke ist Produktmanager bei GeBE Elektronik und Feinwerktechnik in Germering bei München.

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