Optische Datenübertragung

CWDM-Netze kostengünstig überprüfen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die Netzkonformität bei CWDM-Systemen kontrollieren

Die Empfehlung der ITU-T G.695 liefert die Parameter der physikalischen Schicht CDWM-Mehrkanal- und Einzelkanalschnittstellen. Das Ziel besteht darin, eine Kompatibilität zwischen verschiedenen Anbietern zu ermöglichen. CWDM-Systeme können in einer Punkt-zu-Punkt- oder in einer Ringstruktur realisiert werden. Durch diese Empfehlung werden nur nichtverstärkte Mehrfachkanalschnittstellen berücksichtigt. Um die Verifizierung der CWDM-Netzkonformität gemäß ITU-T G.695-Empfehlung zu erleichtern, hat Anritsu ein spezielles CWDM-Prüfinstrument mit der Bezeichnung „Network Master Optical Channel Analyzer (OCA)“ entwickelt.

Dabei handelt es dich um ein modulares Gerät für den mobile Einsatz, der Leistung und Wellenlänge über die 18 CWDM-Kanäle misst und die Drifts der Kanäle über einen bestimmten Zeitraum überwacht. Die Messparameter werden in einer Kurve oder einer Tabelle dargestellt. ergänzt durch verschiedene Driftfunktionen. Mit den Driftfunktionen lassen sich die Kanäle langzeitcharakterisieren. Bei der Entwicklung der Bediensoftware wurde besonders darauf geachtet, die Qualifizierung von CWDM-Verbindungen zu erleichtern. Die Charakterisierung eines CWDM-Netzes erfordert nahezu keine Einarbeitung. Die Alarmschwellen für alle Konfigurationen, die in den ITU-T G.695-Empfehlungen definiert sind, sind im OCA abgespeichert, damit problemlos eine Go-/No Go-Prüfung vorgenommen werden kann. Der Anwendungscode des zu prüfenden Netzes kann im Menü [Einstellungen/ Alarme] des OCA gewählt werden. Alle Alarmeinstellungen für die gesamten ITU-T G.695-Anwendungscodes können im Menü [Einstellungen/ Alarme] des OCA aufgerufen und angesehen werden, wenn die Taste „Power Alarms” (Leistungsalarme) oder „Wavelength Alarms” (Wellenlängenalarme) betätigt wird. Die maximal und minimal tolerierten Werte werden in Form einer Tabelle angezeigt. Der Netzbetreiber hat die Möglichkeit, diese Alarmgrenzwerte zu ändern, um im Vergleich zur Norm ITU-T restriktiver oder weniger restriktiv zu sein.

Ein vollständiges Bild des CWDM-Netzes

Basierend auf dem Alarmmenü kann der Netzbetreiber einen Vergleich seiner CWDM-Netzwerkleistung mit den festgelegten Sollwerten der ITU-T-Empfehlungen vornehmen. Der Netzbetrieber kann, abhängig von seiner Netzarchitektur und seiner Zielvorgabe, eigene Maßstäbe festlegen. Es werden dann in jedem Kurven- und Tabellendisplay, entsprechend der durch die ITU-T G.695 empfohlenen Grenzwerte für Leistung und Wellenlänge, rote Felder angezeigt. Auf der vorangegangenen Seite wurde gemäß Anwendungscode B-C8S1-1D2 aus den Sollwerten ein Kanal simuliert. Der Kanal hatte zu Beginn der Prüfung eine übermäßig hohen Leistung von 7 dBm bei einer Mittenwellenlänge von 1544 nm, aus dem zulässigen Band für den 1551 nm-CWDM-Kanal.

Die ermittelten Werte für die Kanalleistung und Wellenlänge erscheinen sowohl in der OCA-Balkendiagramm anzeige als auch in der Tabellenanzeige. Die Werte werden zu Beginn der Driftprüfung im Alarmdisplay angezeigt. Mit diesen Anzeigen kann der OCA ein vollständiges Bild eines CWDM-Netzes liefern und das sowohl als Momentanzustand und über die Zeit. Dadurch wird die Inbetriebnahme und die Fehlerdiagnostizierung der Verbindung ermöglicht.

* Jürgen Rummelsberger arbeitet als Applikationsingenieur bei Anritsu in München.

(ID:34623830)