Controller Tipp Colpitts- oder Pierce-Oszillator

Redakteur: Johann Wiesböck

Eine wichtige Besonderheit der Takterzeugung der meisten HCS12-Bausteine besteht darin, dass man auswählen kann, ob der Quarz als Standard-Pierce- oder als Strom sparender Colpitts-Oszillator...

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Eine wichtige Besonderheit der Takterzeugung der meisten HCS12-Bausteine besteht darin, dass man auswählen kann, ob der Quarz als Standard-Pierce- oder als Strom sparender Colpitts-Oszillator betrieben werden soll. Die Auswahl der Oszillatoroption erfolgt mittels des Pins /XCLKS (identisch mit dem Portpin PE7), welches während der steigenden Flanke des Resets eingelesen wird. Wenn das /XCLKS-Pin während des Resets auf 0 (low) gelegt war, dann wird der Oszillator in der Standard-Pierce-Konfiguration betrieben. Falls es eine 1 (high) war, dann wird die Strom sparende Colpitts-Option ausgewählt. Allerdings gibt es bei der Thematik Colpitts- oder Pierce-Oszillator einige Besonderheiten, die man unbedingt im Auge behalten sollte:1. Bei der Zuordnung des XCLKS-Signals ist zu beachten, dass in der Beschreibung des Clock-Generator-Moduls von dem XCLKS-Signal die Rede ist, an dem Pin PE7 jedoch das negierte /XCLKS eingelesen wird. Also genau hinschauen!2. Nicht alle HCS12-Mikrocontroller verfügen über die Auswahlmöglichkeit zwischen Colpitts- oder Pierce-Oszillator. Der Pierce-Oszillator wurde erst bei den neueren Derivaten eingeführt, daher kann es insbesondere bei den Bauelementen der MC9S12A- und MC9S12Dx-Familien zu Verwechslungen kommen.Bei der nächsten Bausteingeneration, der MC9S12X-Familie, hat man sich von dem Konzept des Colpitts-Oszillators verabschiedet und benutzt stattdessen einen „Loop Controlled Pierce Oscillator“ als Stromsparoption.

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