Angemerkt Ist Chinas Offensive in der künstlichen Intelligenz eine Gefahr?

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Auf der CES Anfang Januar waren mehr chinesische KI-Anbieter vertreten als je zuvor. Dabei geht es nicht mehr nur um billige Elektronik. KI-Chips oder autonomes Fahren kommen immer öfter von chinesischen Entwicklern.

Künstliche Intelligenz unterstützt beim autonomen Fahren. Werden im kommenden Jahr auf der CES Elektrofahrzeuge mit KI von chinesischen Herstellern zu sehen sein?(Bild:  erstellt mit Bing KI)
Künstliche Intelligenz unterstützt beim autonomen Fahren. Werden im kommenden Jahr auf der CES Elektrofahrzeuge mit KI von chinesischen Herstellern zu sehen sein?
(Bild: erstellt mit Bing KI)

Wer in diesem Jahr mit offenen Augen über die CES gegangen ist, konnte feststellen, dass die Zahl der chinesischen Aussteller zugenommen hat: Konkret waren es über 1.100 Unternehmen im Vergleich zu rund 500 im vergangenen Jahr. Zu sehen gab es nicht nur viele Displays chinesischer Hersteller, sondern auch KI-Chips, Systeme für autonomes Fahren bis hin zu AR-Brillen.

Dieser massive Anstieg chinesischer Aussteller zeigt den Weg, den China in den letzten Jahren eingeschlagen hat. Es ist noch nicht lange her, da wurden chinesische Unternehmen vor allem in Europa und den USA gerade in Bezug auf ihre Innovationskraft unterschätzt.

Chinesen treiben den KI-Markt

Aber der chinesische Staat pumpt viel Geld in seinen Technologiesektor. Damit zeigt China nicht nur, dass es unabhängiger geworden ist, sondern die Chinesen sind auch auf dem Weg zu mehr technologischer Stärke. Waren es bisher nur elektronische Produkte für den Massenmarkt, die vor allem billig waren, so ändert sich das nun, wenn es um KI-basierte Hardware geht.

Warum wird der Markt für KI-basierte Hardware so stark von den Chinesen getrieben? Die Rivalität zwischen den USA und China hat sich in den letzten Monaten weiter verschärft. Das ging so weit, dass Joe Biden im Herbst ein Embargo für den Export von Hochleistungs-Computerchips verhängte. Nvidia hat daraufhin die Leistung seiner Chips reduziert. Doch trotz der Restriktionen der US-Regierung kaufen die Chinesen die benötigten Chips weiterhin in den USA ein - zum Teil über einen Schattenmarkt.

Aufstieg ist nicht mehr aufzuhalten

Fakt ist, dass die chinesische Regierung in den nächsten Monaten und Jahren die Entwicklung eigener KI-Chips vorantreiben wird. Das Geld für die teuren Projekte kommt direkt vom Staat. Die Produkte aus China haben aufgeholt, das hat die diesjährige CES eindrucksvoll gezeigt. Auch hier setzt China auf Masse und einen günstigen Preis. Doch der Aufstieg der chinesischen KI-Technologie ist nicht aufzuhalten. Eine ernstzunehmende Konkurrenz für den westlichen Markt. Nicht heute, auch nicht morgen - aber die Zeit spielt gegen Europa und die westliche Welt.

Künstliche Intelligenz steckt noch in den Kinderschuhen, aber die Entwicklung schreitet rasant voran. Eine demokratische und kritische Kontrolle der Entscheidungen durch die Menschen ist dringend notwendig. Schließlich soll KI uns helfen, uns als Menschen und als Gesellschaft weiterzuentwickeln. Hyundai zum Beispiel glaubt, dass sich Fahrzeuge zu KI-Maschinen entwickeln werden, die ständig lernen. Dadurch soll den Nutzern der Fahrzeuge ein Mehrwert geboten werden. Es soll ein Mobilitätsökosystem entstehen, in dem Menschen, Geräte und die städtische Infrastruktur miteinander vernetzt sind. Die Fahrzeuge fahren ohne menschliches Eingreifen und verbessern die Verkehrsströme und die durch KI-vernetzten Fahrzeuge können die Verkehrsbedingungen vorhersagen und Unfälle vermeiden.

Chinesische Entwickler werden auch datenhungrige KI-Systeme vorantreiben. Schon heute zeigen sie europäischen Automobilherstellern, dass Elektromobilität nicht unerreichbar teuer sein muss. Günstige Elektrofahrzeuge in Kombination mit KI-Systemen werden wahrscheinlich nächstes Jahr auf der CES zu sehen sein.

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